Bezirksliga 4

TuS Warstein erhofft sich Schwung nach Mijac-Verpflichtung

Letzte Woche noch Torschütze, jetzt verletzt: Allagens Joshua Böke (links).

Foto: Tim Cordes

Letzte Woche noch Torschütze, jetzt verletzt: Allagens Joshua Böke (links). Foto: Tim Cordes

Warstein.   Die Verpflichtung von Gordan Mijac hat am Sonntag noch keine Auswirkungen beim TuS Warstein. In Allagen hofft man auf ein Erfolgserlebnis.

Das ist eine faustdicke Überraschung: Gordan Mijac kehrt zum TuS Warstein zurück und wird den Bezirksligisten ab sofort im Offensivbereich verstärken. „Er trainiert schon seit einigen Wochen bei uns mit und wir freuen uns, dass er bereits spielberechtigt ist“. kommentiert Warsteins Trainer Luigi Brusciano die Personalie.

Mijac spielte bereits von Oktober 2014 bis Mai 2015 beim TuS Warstein, wurde aber dann aus disziplinarischen Gründen aus dem Kader gestrichen. Danach wechselte Mijac zum TSV Rüthen, wo er bis zum Frühjahr spielte.

Zuletzt war der Kroate vereinslos, so dass die Spielberechtigung schnell erteilt wurde. Mijac soll helfen, die lahmende Offensive der Warsteiner (erst zwölf Tore erzielt) wiederzubeleben.

Sein Debüt wird der ehemalige Zweitligaprofi aus Österreich erst in der kommenden Woche im Heimspiel gegen den TuS Sundern geben. Die Vorschauen:

TuS GW Allagen - TuRa Freienohl

Wann und wo? Sonntag, 14.30 Uhr, Waldstadion
letzte Saison: Das Hinspiel verlor Allagen mit 1:4, das Rückspiel mit 3:4.

Die Situation bei TuRa Freienohl: Auf einer wahren Welle des Erfolgs reitend, reisen die Freienohler am Sonntag nach Allagen.

Auf dem sechsten Platz stehend, hat sich die Mannschaft von Jörg Fischer nach schwachen Saisonstart stark entwickelt und zuletzt mit dem TuS Sundern (3:1) und SV Brilon (2:1) zwei Mannschaften geschlagen, die zum Kreis der Titelkandidaten zählen.

Personell muss die TuRa in Allagen jedoch einige Ausfälle hinnehmen. Torhüter Dirk Potofski (Rotsperre), Marc Werner (Leistenzerrung) sowie die gelb-gesperrten Christopher Graf und Steve Banyik fehlen definitiv. Fraglich ist der Einsatz von Christian Henke (Knie), Dirk Stoltefaut (Mittelfuß) und Tom Salinus (Oberschenkel).

Fischer warnt vor Überheblichkeit

Dafür sind Maurice Erlmann und Steffen Müller wieder dabei. „Wir sind personell arg gehandicapt und dem Gegner steht das Wasser bis zum Hals. Da ist es immer schwer, beim Schlusslicht anzutreten. Bei uns ist es wichtig, dass die Spieler vom Kopf her das Spiel auch richtig ernst nehmen. Eine Bauchlandung wegen Überheblichkeit haben wir ja schon in Oberschledorn erfahren“, warnt Jörg Fischer.

Die Situation beim TuS GW Allagen: Mit Spielen gegen Freienohl verbinden die Allagener nicht gerade gute Erinnerungen. Sowohl auf, als auch neben dem Platz geht es meistens emotional zu.

Im letzten Spiel in Freienohl kam es sogar zu einem Angriff eines Zuschauers gegen einen Allagener Spieler, sowie zu wüsten Beschimpfungen. Vorfälle, die Allagens Trainer Elmar Kirsch noch nicht vergessen hat.

„Wir wissen noch genau, was da vorgefallen ist und haben das im Hinterkopf. Viel Motivation werden die Jungs nicht benötigen“, weiß Elmar Kirsch, der großen Respekt vor den Freienohlern hat.

Fehler abstellen

„Das ist eine kompakte und kampfstarke Truppe, es wird ein hartes Stück Arbeit für uns werden, wenn wir etwas gegen die holen wollen“, ist sich der 37-Jährige sicher.

Dabei kann das Rezept ganz einfach sein: „Wir müssen unsere Fehler abstellen“, sagt Kirsch schlicht und ergreifend. Zuletzt in Arpe (3:4-Niederlage) hat seine Mannschaft den Gegner beim ersten und zweiten Treffer zum Toreschießen eingeladen.

Personell gibt es Licht und Schatten bei den Allagenern. Neben Niklas Störmann (siehe Infobox) wird auch Stürmer Joshua Böke in diesem Jahr voraussichtlich nicht mehr auflaufen.

Böke fällt wochenlang aus

Eine alte Oberschenkelverletzung ist in der Schlussphase des letzten Spiels in Arpe wieder aufgebrochen und zwingt Böke, der zuletzt einer der besten Allagener war, in die Knie.

Zurück in den Kader kommen Robin Liebig und Anton Rossin. „Ich hoffe jetzt nur, dass die Jungs sich auf der Soester Kirmes zurückhalten, damit sie am Sonntag auch in Topform sind“, erklärt Kirsch.

SF Birkelbach - TuS Warstein

Wann und wo? Sonntag, 14.30 Uhr, Sportplatz an der Mehrzweckhalle.
letzte Saison: Das Hinspiel gewann der TuS Warstein nach verrückten Verlauf mit 6:4, im Rückspiel trennten sich beide Mannschaften 2:2.

Die Lage in Birkelbach: In Wittgenstein sind sich alle Verantwortlichen der Sportfreunde der Wichtigkeit dieses Duells bewusst. Stand die Mannschaft von Björn Breuer am letzten Septemberwochenende noch in direkter Schlagdistanz zur Tabellenspitze, sieht die Welt rund eineinhalb Monate später alles andere als rosig aus.

Seit dem 4:2-Sieg über den TuS Allagen, der auf eben dieses Septemberwochenende fiel, haben die Sportfreunde das Siegen verlernt und sammelten aus sechs Partien magere vier Punkte – zu wenig für den ambitionierten Verein.

Sportfreunde wollen Leidenschaft und Kampf zeigen

„Wir müssen gegen den TuS Warstein Leidenschaft, Kampf und Einsatz auf das Feld bringen, ansonsten endet diese Ergebniskrise nicht.“

Die Lage beim TuS Warstein: Punkte müssen her, und zwar schnell. In diesem Punkt sind sich Luigi Brusciano und sein Allagener Kollege Elmar Kirsch einig. „Die nächsten vier Spiele sind der Maßstab. Da müssen wir noch sieben Punkte holen“, gibt der Lippstädter vor.

Begonnen werden soll damit bereits in Wittgenstein. „Birkelbach wird im Heimspiel als Favorit ins Rennen gehen, aber für uns ist jetzt jedes Spiel ein Endspiel. Entsprechend werden wir alles versuchen“, betont Brusciano.

Mehr Tore schießen

Das größte Manko der Warsteiner in dieser Saison ist die Offensive. „Wir haben erst zwölf Tore geschossen, das ist natürlich viel zu wenig. Aber wenn man eine Tabelle aufstellen würde, in der die erspielten Chancen gewertet würden, wären wir da bestimmt oben mit dabei.

Unsere Stürmer brauchen ein Erfolgserlebnis, dann wird es wieder einfacher werden. Hinzu kommt, dass die Trainingsbeteiligung gerade nicht optimal ist. Sebastian Siepe kann kaum trainieren, Philipp Grafe ebenfalls nicht bei jeder Einheit dabei sein. Das ist auch der Grund, warum die beiden in den vergangenen Spielern auf der Bank saßen“, klärt Brusciano auf.

Hinrunden-Aus für Freis und Pfeiffer

Personell sieht es beim TuS Warstein durchwachsen aus. Der langzeitverletzte Nick Freis musste einen Rückschlag hinnehmen.

„Nick hatte mit einem leichten Lauftraining begonnen, musste jedoch wieder unter Schmerzen abbrechen. Er wird noch einmal ein MRT machen lassen. Dieses Jahr werden wir ihn nicht mehr sehen“, ist Brusciano sicher.

Gleiches gilt für Aaron Pfeiffer, der ebenfalls noch weit von einem Comeback entfernt ist. „Seitdem Nick verletzt ist, mussten wir in jedem Spiel in einer anderen Formation spielen. Das ist auch einer der Gründe, warum es nicht läuft“. vermutet Brusciano.

Hinzu kommen am Sonntag Jannik Menke (Studium) und Daniel Severin (Knie). Zurück in den Kader kehren Justin Schilder und Marcel Padberg.

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