Handball-Bezirksliga

VfS Warstein ohne Trio zu heimstarken Ferndorfern

Dominik Baack sieht in seiner Mannschaft ein gesteigertes Selbstbewusstsein.

Dominik Baack sieht in seiner Mannschaft ein gesteigertes Selbstbewusstsein.

Foto: Thorsten Heinke

Warstein.   Eine lange Reise zu einem schwer einzuschätzenden Gegner steht den Handballern des VfS Warstein bevor. Hinzu kommen personelle Probleme.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Mit gut 82 Kilometern die weiteste Anreise der Saison nehmen die Bezirksliga-Handballer des VfS Warstein am Karnevalssamstag in Angriff. Nicht mit „im Gepäck“ in Richtung Kreuztal sind drei Leistungsträger: Torhüter Hendrik Hilwerling laboriert noch immer an einer Armverletzung, ebenfalls nicht einsatzfähig sind die angeschlagenen Philip Schröder und Constantin Pieper (fehlen schon seit Wochen wegen Verletzung).

Trainer Dominik Baack: „Philip hat wegen seiner Hand am kommenden Mittwoch noch einmal einen Arzttermin. Danach wissen wir mehr. Vielleicht ist er im Heimspiel gegen Wickede wieder dabei. Von Conti haben ich noch keine Rückmeldung bekommen, aber da dürfte es auch ziemlich eng werden bis Samstag.“

Kurzfristig nicht zur Verfügung steht auch Kreisläufer Marvin Becher (Fuß verbrannt). Wer neben Niklas Schmidt als zweiter Keeper mitfährt, soll nach dem heutigen Abschlusstraining entschieden werden.

Positive Stimmung

Handball, Herren-Bezirksliga Südwestfalen: TuS Ferndorf III - VfS Warstein (Samstag, 15.30 Uhr; Sporthalle Kreuztal; Hinspiel 22:32). Zur besten Fußball-Bundesliga-Zeit will der Landesliga-Absteiger aus Warstein bei einem Team, das auf dem vorletzten Tabellenplatz bereits mit dem Rücken zur Wand steht, punkten.

„Der Sieg gegen Hohenlimburg vor zwei Wochen hat den Jungs unglaublich viel Auftrieb gegeben. Diese positive Stimmung haben wir mit in die Trainingswochen nehmen können“, ist Warsteins Trainer Dominik Baack davon überzeugt, dass in Kreuztal an die zuletzt gezeigte Leistung angeknüpft werden kann.

Gastgeber im Abstiegskampf

Die Gastgeber, jahrelang Begleiter des VfS Warstein zu Landesliga-Zeiten, haben alle ihre 12 Punkte in heimischen Gefilden geholt. „Bei Ferndorf gibt es anscheinend eine Heim- und eine Auswärtsmannschaft, sonst würden sie in der Fremde nicht so schlecht dastehen“, sagt Dominik Baack, der den Gegner dementsprechend nur schwer einschätzen kann: „Wir müssen uns jedenfalls auf das stärkste Ferndorf gefasst machen.“ Heißt beim TuS: Auch einige A-Jugendliche (haben selber am Wochenende spielfrei) aus dem Oberliga-Kader dürften gegen Warstein mitmischen.

„Vor allem Luca Kolb habe ich da im Auge“, so Baack. Kolb erzielte beim 33:32-Erfolg gegen Neheim genau ein Drittel der Ferndorfer Tore. „Gerade im Rückraum scheinen sie gut besetzt zu sein, was man im Hinspiel aber nicht erahnen konnte“, so Baack weiter.

Tabellenbild trügt

Der Druck des Gewinnenmüssens liegt jedenfalls ganz klar auf den Schultern der Gastgeber. Baack: „Ich hoffe, dass wir mit dieser Situation umgehen können. Wir könnten mit einem Sieg einen Riesenschritt in die richtige Richtung machen und einen unmittelbaren Konkurrenten distanzieren.“

Derzeit liegen die Warsteiner mit 18:18-Punkten nur scheinbar im gesicherten Mittelfeld. Der Abstand z.B. auf den morgigen Gegner beträgt „nur“ sechs Punkte. Im unteren Tabellendrittel der Bezirksliga kommt es in dieser Spielzeit Woche für Woche zu vielen Verschiebungen.

Ohnehin wollen sich die Warsteiner mehr auf sich konzentrieren. Dominik Baack: „Wir haben es in der eigenen Hand, dass es eine ruhige Restrunde wird.“

Gegen die heimstarken Ferndorfer wären die VfSler daher vermutlich schon mit einem Zähler zufrieden.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben