Handball

Buff lässt Wittener Oberligisten ordentlich schwitzen

In seiner ersten Sommervorbereitung als ETSV-Trainer legt Daniel Buff großen Wert auf eine gute Fitness.

In seiner ersten Sommervorbereitung als ETSV-Trainer legt Daniel Buff großen Wert auf eine gute Fitness.

Foto: Barbara Zabka

Witten.  Die Oberliga-Handballerinnen von der SG ETSV Ruhrtal sind seit drei Wochen im Training. Der Ball bleibt erstmal außen vor.

Während mit dem Beginn der Sommerferien für Wittens Schüler die schönste Zeit des Jahres begonnen hat, blicken die Oberliga-Handballerinnen von der SG ETSV Ruhrtal den nächsten drei Wochen wohl eher mit gemischten Gefühlen entgegen. Denn in der ersten Hälfte der Ferien sind die Sporthallen der Stadt geschlossen. ETSV-Trainer Daniel Buff hat ein umfangreiches Alternativprogramm auf die Beine gestellt – und das beinhaltet vorerst keinen Ball.

Drei Trainingseinheiten absolviert der Oberligist aktuell in der Woche. Schwerpunkt: Fitness. Die Laufschuhe gehören für das Buff-Team zur Standardausrüstung, zudem arbeiten die Spielerinnen viel im Kraftbereich. Das hat zwei Gründe: Zum einen legt Coach Buff ohnehin viel Wert auf eine gute Physis. Zum anderen hat er seit seinem Amtsantritt im Winter im Verlaufe der Rückrunde konditionelle Schwächen bei den Wittenerinnen ausgemacht. „In den entscheidenden Spielen habe ich gemerkt, dass vielen Spielerinnen hinten raus die Luft fehlte“, so Buff. „Ich erwarte eigentlich, dass man es in der Oberliga hinbekommt, 60 Minuten durchzuspielen.“

Buff verzichtet auf eine Pause

Diese Erwartungshaltung bekommt die Mannschaft nun zu spüren. Zwar habe man erst sehr spät, nämlich in der letzten Juniwoche, das Training wieder aufgenommen. Dafür wird jetzt ohne Pause voll durchgezogen. „Die Mädels merken jetzt schon, dass es ein straffes Programm ist“, sagt Buff. Da war das Testspiel am Sonntag gegen den Verbandsligisten HSV Wuppertal (26:19) eine willkommene Abwechselung. Gut für den ETSV: Die beiden Neuzugänge Annika Albus und Norina Migat fügten sich gleich gut ein.

Ferienzeit bedeutet auch Urlaubszeit. Und so kann Buff aktuell in den Trainingseinheiten längst nicht aus dem Vollen schöpfen. „Aber die, die da sind, geben immer 100 Prozent und quälen sich auch“, freut sich Buff. „Wenn mal jemand abfällt, wird er von den anderen sofort mitgetragen und gepusht. Das gefällt mir.“ Immerhin: Die großen Verletzungssorgen machen momentan einen Bogen um Witten. Jessica Hackerts kam zwar mit einem Muskelfaserriss in der Wade von der Hochschul-Europameisterschaft zurück, dürfte aber bis zum Ligastart fit sein. Maike Behler steigt nach ihrem Syndesmosebandriss allmählich wieder ins Training ein. „Sie ist extrem wichtig für uns. Ich hoffe, sie kann im ersten Saisonspiel wieder dabei sein“, sagt Buff.

Eigenen Stempel aufdrücken

Für ihn ist es die erste Vorbereitung als ETSV-Trainer. Als er im Winter für Michael Lohrmann übernahm, blieb nicht viel Zeit, um neue Sachen einzustudieren. Für die abstiegsbedrohten Wittener zählten einzig und allein die Ergebnisse – und die kamen schließlich auch. Deshalb gehen die Wittenerinnen nun in ihr zweites Oberliga-Jahr. „Ich habe jetzt eine ganze Vorbereitung mit der Mannschaft und kann ihr meinen eigenen Stempel aufdrücken. Das ist schon eine deutlich bessere Situation“, so Buff.

Neben den physischen Schwächen will er bis zum Saisonstart auch die vielen technischen Fehler abstellen. Die Quote an Fang- und Wurffehlern sei in der vergangenen Spielzeit katastrophal gewesen. Zudem gilt es, die beiden Neuzugänge in die Spielzüge einzubinden. Die erste Aufgabe könnte schwerer kaum sein. Am ersten Spieltag (14. September) ist der Vorjahreszweite ASC Dortmund zu Gast in der Kreissporthalle. Zum Ausklang der Vorsaison setzte es dort eine deutliche 18:40-Niederlage. „Die haben ganz andere Ziele als wir. Ich hätte mir lieber einen anderen Gegner gewünscht“, sagt Buff.

Andererseits können sich die Wittenerinnen damit motivieren, diesmal mehr als ein harmloser Punktelieferant für Dortmund zu sein. Zumal Buff überzeugt ist: „Wir werden in der neuen Saison deutlich besser abschneiden – auch, wenn wir trotzdem gegen den Abstieg kämpfen.“

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