FUSSBALL

Chancenarmes Wittener Derby endet mit fadem 0:0

Spielte gegen eine der besten Offensiven der Liga zu null: VfB-Keeper Philipp Kathstede (gelb) im Duell mit Stockums Ugnius Motiejunas.

Spielte gegen eine der besten Offensiven der Liga zu null: VfB-Keeper Philipp Kathstede (gelb) im Duell mit Stockums Ugnius Motiejunas.

Foto: Barbara Zabka / FUNKE Foto Services

Stockum.  Der TuS Stockum ist neuer Herbstmeister der Kreisliga A. Im Lokalderby gegen den VfB Annen reicht der Held-Elf ein trostloses Unentschieden.

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Im Spitzenspiel zum Abschluss der Hinrunde trennten sich Ligaprimus und Herbstmeister TuS Stockum und der Ortsnachbar VfB Annen mit einem tristen 0:0, dem aber beide Seiten auch Positives abgewinnen konnten.

„Beide Mannschaften können mit dem 0:0 leben. Wir waren in der Anfangsphase spielbestimmend, konnten aber leider nicht das Tor machen“, analysierte VfB-Trainer Matthias Jabsen. Bitter für die schon personell geschwächten Annener, die auf Yunus-Emre Basalan (Kreuzbandriss), Yanik Igel (Abszess) und Daniel Miller (krank) verzichten mussten, war die frühzeitige Auswechslung von Spielgestalter Kevin Thume. „Da hat der Muskel zugemacht und es ging nicht mehr“, so Jabsen. Die beste Torchance im ersten Abschnitt hatte Annens Philipp Schliewe, der mit einem Lupfer aus gut 30 Metern versuchte, den sicheren TuS-Keeper Meikel Wagner zu überraschen (35.). „Zwingender wurden wir aber leider auch nicht mehr“, so Jabsen.

Kopfballchancen für Hain und Bittorf

Nach dem Seitenwechsel kamen die Hausherren auf dem nassen und seifigen Naturrasenplatz besser zur Geltung. „Wir hatten mehr vom Spiel und waren spielüberlegener“, so TuS-Trainer Marco Held. Doch so richtig gefährlich wurde es vor dem Kasten des VfB eher selten. Die besten Chancen hatten da noch die beiden Routiniers Daniel Hain und Daniel Bittorf jeweils mit dem Kopf (65., 82.). „Das Spiel war sehr zerfahren und sehr umkämpft. Größtenteils hat es sich im Mittelfeld abgespielt, wo beide Mannschaften versucht haben, Oberwasser zu gewinnen“, so Held. Vor allem im letzten Drittel wirkte seine Truppe eher etwas ideenlos und nicht zielstrebig genug. „Wir hatten die Möglichkeiten, doch spielen es nicht clever genug aus“, erklärte der TuS-Coach.

Für seinen Gegenüber war die kämpferische Leistung seiner Elf entscheidend für den Punktgewinn: „Wir haben gekämpft und gefightet und uns als Mannschaft präsentiert. Die Jungs geben alles füreinander, auch wenn die Personaldecke in der Hinrunde oftmals extrem dünn war. Wir können mit diesem Punkt wunderbar leben und unsere Verletzungen in den nächsten zwei Wochen auskurieren“, so Jabsen.

Annens Trainer Jabsen stolz auf seine Vize-Herbstmeister

Generell ist die Entwicklung, die der VfB in den letzten Monaten genommen hat, durchweg positiv. „Ich bin total stolz auf uns. Wir haben das die gesamte Hinrunde sehr gut gemacht. Unser Anspruch war es immer, erfolgreichen Fußball zu spielen. Der zweite Tabellenplatz bestätigt das. Wir haben mit Stockum zusammen die beste Abwehr der Liga.“ Auch Herbstmeister Held war von der Leistung seiner Mannschaft in der Halbserie angetan: „Die Jungs machen das gut und stehen verdient oben. Gegen Annen hat uns zwar die letzte Konsequenz gefehlt, doch wir können mit dem Punkt leben. Die Herbstmeisterschaft ist ein schönes Zubrot, aber davon können wir uns noch nichts kaufen.“ Damit besteht das Spitzenduo der Hinserie aus dem TuS Stockum (40:18-Tore, 34 Punkte) und dem VfB Annen (33:18, 32 Punkte).

Tore: Fehlanzeige.

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