JUDO

Daniel Keller ist neuer Präsident des DJB

Wachwechsel an der Verbandsspitze: Daniel Keller (li.) ist neuer DJB-Präsident, folgt auf Peter Frese.  

Wachwechsel an der Verbandsspitze: Daniel Keller (li.) ist neuer DJB-Präsident, folgt auf Peter Frese.  

Foto: erik gruhn / NWJV

Potsdam.  An der Führungsspitze des Deutschen Judo-Bundes hat ein markanter Wechsel stattgefunden. Der Potsdamer Daniel Keller ist neuer Präsident.

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„Die Zeit als DJB-Präsident war die schönste Zeit in meinem Leben“, ließ Peter Frese in großer Runde wissen. Bei der Mitgliederversammlung des Deutschen Judo-Bundes verabschiedete sich der Wuppertaler, der den Verband seit 19 Jahren geführt hatte, aus seinem Amt. Nachfolger Freses ist der erst 33-jährige Daniel Keller aus Potsdam.

Der Vorsitzende des Ehrenrates, Matthias Schießleder, würdigte den bisherigen DJB-Chef: „Peter Frese hat einen unheimlichen Einsatz gezeigt. Er ist ein erfolgreicher Präsident.“ Sein Antrag, Frese zum Ehrenpräsidenten zu ernennen, wurde einstimmig angenommen. Zuvor war Frese in seinem letzten Bericht u. a. auf die deutsche Bilanz bei den Judo-Weltmeisterschaften eingegangen. „So viel Pech haben wir noch nie gehabt“, erklärte der 66-Jährige, der mit dem Verlauf der Titelkämpfe alles andere als zufrieden war.

Hauptamtlicher Vorstand soll künftig Geschäfte regeln

Seinem jungen Nachfolger Daniel Keller gab Frese die besten Wünsche für seine Amtszeit mit auf den Weg. Nach der Registereintragung der neuen DJB-Satzung ist es an dem Mann aus Potsdam, die Judoka in eine vielleicht erfolgreichere Zukunft zu führen. Im Vordergrund der neuen Satzung, über die bei der Mitgliederversammlung ausführlich debattiert wurde, steht die Installation eines hauptamtlichen Vorstandes, der in Zukunft die Verbandsgeschäfte führen soll. Das bisherige Präsidium wird dann in ehrenamtlicher Funktion strategische und repräsentative Aufgaben erfüllen.

Regularien für Veranstaltungen festgelegt

Daniel Keller setzte sich bei den Neuwahlen mit 30 Stimmen gegen Norbert Specker (Bremen) durch. Zu Vizepräsidenten in den jeweiligen DJB-Ressorts wurden Andreas Kleegräfe (Verbandsentwicklung), Carl Eschenauer (Breitensport), Thomas Schynol (Finanzen), Egbert von Horn (Leistungssport) und Renate Goschin (Medien/Öffentlichkeitsarbeit) gewählt. Das Präsidium wird ergänzt durch Jane Hartmann (Jugend) und die langjährige Nationalmannschafts-Kämpferin Mareen Kräh (Athletenvertreterin).

Die Vertreter der Landesverbände stimmten bei der Versammlung über mehrere Anträge ab. So wird der Deutsche Jugendpokal ab 2020 nur noch in den Altersklassen U 15 und U 18 ausgetragen. Darüber hinaus hat bei allen DJB-Veranstaltungen die veränderte internationale Coachingregel Gültigkeit. Bei der Ü 30-DM müssen keine DJB-Rückennummern mehr getragen werden. In den Altersklassen U15, U18 und U21 wird bei DJB-Veranstaltungen grundsätzlich nach dem Doppel-K.O.-System gekämpft. Und an der Finalrunde der Damen-Bundesliga nehmen die zwei ersten Mannschaften der Bundesebenen Nord und Süd, insgesamt also nur noch vier Teams, teil.

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