Ringen 1. Bundesliga

Der KSV Witten kämpft um seine Play-off-Chance

Der KSV Witten kann am Wochenende wieder auf Florin Tita setzen.

Der KSV Witten kann am Wochenende wieder auf Florin Tita setzen.

Foto: Oliver Schinkewitz

Witten.  Wittens Ringer sind am Wochenende zweimal gefordert. Dem Heimkampf am Samstag gegen Reilingen-Hockenheim folgt die Reise nach Kleinostheim.

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Nach kurzer Pause greifen die Wittener Bundesliga-Akteure an diesem Wochenende gleich zweimal in das Geschehen ein: am Samstag stellt sich um 19.30 Uhr Aufsteiger RKG Reilingen-Hockenheim in der Husemannhalle vor und am Sonntag geht die Reise nach Bayern zum SC „Siegfried“ Kleinostheim (17 Uhr). Richtungsweisende Kämpfe, will der KSV die Play-offs zur Deutschen Mannschaftsmeisterschaft noch erreichen.

Die Kampfgemeinschaft aus Reilingen/Hockenheim rangiert aktuell zwar auf dem letzten Tabellenplatz, konnte am Vorwochenende aber den ersten Sieg erkämpfen. Der war beim 21:10 gegen Merken mehr als deutlich. In der Rückrunde scheint die RKG deutlich stärker, kann sie doch internationale Top-Athleten aufbieten. Die punkteten gegen Merken natürlich alle: der diesjährige Vize-Weltmeister Taha Akgül, der Deutschland-Grand-Prix-Sieger von 2018, Süleyman Demirci – beide aus der Türkei –, der U 23-Vize-Weltmeister 2017 Robert Fritsch aus Ungarn und der Moldawier Igor Chichioi. Das ist schon eine echte Erfolgs-Achse, die vom KSV erstmal geknackt werden muss.

Wittener wollen in Kleinostheim Revanche nehmen

So liegt es am Wittener Coach Fatih Sirin, sein Aufgebot taktisch so zu stellen, dass die Punkte am Ende an der Ruhr bleiben. Die RKG will mittelfristig an die Erfolge des AV Reilingen als Teil dieser Kampfgemeinschaft anschließen. Der war 1982 Deutscher Meister, bezwang seinerzeit den KSV Witten. Und zwei Jahre zuvor, 1980, hatte sich der KSV gegen den gleichen Gegner im Finale behauptet und wurde seinerseits Titelträger.

Bei den Mainfranken in Kleinostheim wollen die Wittener Ringer am Sonntag dann die Hinkampf-Niederlage (9:13) wettmachen. Im Oktober lief es für den KSV in der Husemannhalle suboptimal, denn vor der Pause wurden gleich vier der fünf Einzelbegegnungen abgegeben. Das soll – und wird sich voraussichtlich – nicht wiederholen. Denn jetzt können die Ruhrstädter mit Florin Tita und Robert Baran in den Kampf starten – normalerweise ein kaum zu besiegendes Duo, das auch am Main punkten soll.

Ein Selbstläufer wird die Begegnung für die Wittener allerdings nicht, denn die Gastgeber haben mit Roman Duskov, Timo Rettinger, Alexandrin Gutu und Süleyman Karadeniz junge Athleten in ihren Reihen, die auch international gute Ergebnisse erzielen. Soll der angestrebte dritte Rang allerdings noch erlangt werden, sind zwei Siege gegen die RKG und Kleinostheim Pflicht.

Reserve kämpft in Herdecke

Noch zwei Begegnungen haben die Ringer um Trainer Arslan Kulakac vor der Brust. Dann könnten sie zum zweiten Mal hintereinander bei den „Final Six“ in Bonn dabei sein. Einen Sieg benötigen sie noch in den verbleibenden zwei Begegnungen, um dieses Ziel zu erreichen. Dabei könnte aber gerade der Gastgeber TSG Herdecke im vorletzten Play-off-Kampf ein Stolperstein sein. Denn den Nachbarn gelang in der Liga mit 19:15 ein beachtlicher – und nicht unbedingt erwarteter – Sieg gegen Witten. Jetzt, in der Play-off-Runde hat sich der KSV allerdings schon vom Feld abgesetzt, liegt mit vier Punkten vor Dellwig und sechs vor Herdecke.

Und am 14. Dezember kommt der TV Dellwig nach Witten – da müsste schon vieles falsch laufen, um den Endkampftag von Bonn zu verfehlen. Dennoch: die Mannschaft muss die bisherigen Leistungen nochmals abrufen, um am Ende erfolgreich zu sein. Dazu gehört an diesem Samstag ein Sieg in der Herdecker Bleichsteinhalle.

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