Frauenbasketball Landesliga

Erster Niederlage: Witten Baskets nutzen ihre Chancen nicht

Anna Striepeke hatte auch beim Tabellenführer Vorhalle wieder viel Zug zum gegnerischen Korb. Mit 20 Punkten war sie beste Scorerin der Witten Baskets.

Anna Striepeke hatte auch beim Tabellenführer Vorhalle wieder viel Zug zum gegnerischen Korb. Mit 20 Punkten war sie beste Scorerin der Witten Baskets.

Foto: Barbara Zabka / FUNKE Foto Services

Vorhalle.  Beim Spitzenreiter TSV Vorhalle verlieren Basketballerinnen. Witten ärgert sich über Korbanlagen und Schiris – und freut sich aufs Wiedersehen.

Am achten Spieltag hat es die Witten Baskets erwischt. Die Mannschaft von Martin Namyslo verlor beim ungeschlagenen Spitzenreiter TSV Vorhalle mit 50:56 (25:27) bleibt aber weiterhin auf dem zweiten Rang der Landesliga. Die Bedingungen waren für die Gäste nicht optimal. Mit Maike Stemmer und Caroline Niederhagemann fehlten zwei Spielerinnen auf der Center-Position.

Zudem musste mit Henrike Weitkus eine weitere großere Spielerin absagen, die immer eine zuverlässige Scorerin ist. Hinzu kam, dass die Korbanlage in Vorhalle sehr gewöhnungsbedürftig ist. Steffi Hölters schimpfte: „Wenn da ein Ball an den Ring geht, springt er immer ins Feld zurück. Das hat uns am Samstag einige Punkte gekostet.“

Witten Baskets ärgern sich über die Schiedsrichterleistung

Zudem haderte Hölters mit den Schiedsrichtern: „Wir hatten oft eine Hand im Gesicht, ohne dass die Schiedsrichter das bestraften.“

Ohnehin waren Punkte in diesem Low-Score-Spitzenspiel rar gesät. Die Baskets verteidigten sehr ordentlich mit einer Manndeckung einem effektiven Pressing. Auf der anderen Seite machten sich aber auch die Ausfälle bemerkbar.

Witten sammelt nur neun Punkte im ersten Abschnitt und lag mit 9:15 hinten. Der Spitzenreiter verteidigte den Vorsprung bis weit ins zweite Viertel hinein. Witten lag 13:25 hinten (15.), und es sah nicht nach einem Comeback aus. Doch dann drehten die Baskets auf, und kamen bis zur Pause auf 25:27 heran.

An der Freiwurflinie machen die Nerven nicht mit

Die Partie blieb auch nach dem Seitenwechsel sehr eng. Vorhalle hatte einige Spielerinnen in den Reihen, die auch ab und zu einen Dreier in den Korb setzten und so das eine oder andere Extrapünktchen für ihr Team holten.

Die Witten Baskets scheiterten aber nicht zuletzt auch an ihrer sehr schlechten Freiwurfquote in der Endphase. Das 35:42 (30.) war sicher nicht unaufholbar, doch dafür muss eine Mannschaft ihre Chancen nutzen.

In den letzten zehn Minuten verwarfen die Baskets acht Freiwürfe, im gesamten Spiel waren es 13. Das ist dann besonders ärgerlich, wenn man eine Partie nur mit sechs Punkten verliert. So konnte der TSV Vorhalle die Wittenerinnen immer auf Distanz halten. In der 34. Minute lagen die Namyslo-Basketballerinnen mit 38:50 hinten, und an eine Aufholjagd war nicht mehr zu denken.

Immerhin lässt eine Niederlage mit sechs Punkten noch alle Optionen für das Rückspiel auf. Wenn die Witten Baskets dann in Bestbesetzung antreten, ist nicht nur ein Sieg möglich, sondern auch der Direktvergleich kann noch gewonnen werden.

So haben sie gespielt:

Witten Baskets: Knappmann, (5), Kortner, Hölters, Bröskamp (4), Richter (6), Zerkowski, Striepeke (20), Mark (9), Jaing, Raupach, Ende (4).

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