JUDO

Fünf Neue für den Aufsteiger

Ihre eigene Laufbahn als Judoka muss Hannah Schorlemmer (re.) erneut unterbrechen, denn im September erwartet die SUA-Trainerin ihr drittes Kind.

Ihre eigene Laufbahn als Judoka muss Hannah Schorlemmer (re.) erneut unterbrechen, denn im September erwartet die SUA-Trainerin ihr drittes Kind.

Foto: Oliver Mengedoht

Witten.   Als Neuling geht die SU Annen Anfang Mai in die Zweitliga-Saison der Judo-Damen. Zwei Rückkehrerinnen stehen dabei im Fokus.

Den Sprung zurück auf die überregionale Judo-Landkarte haben die Damen der Sport-Union Annen geschafft. Nach dem schmerzhaften vorzeitigen Ausstieg aus der Eliteklasse vor zwei Jahren wollen die Wittenerinnen fortan nur noch für positive Nachrichten sorgen. Und das ab dem 4. Mai in der zweiten Bundesliga - dort geht’s mit einem Doppel-Heimkampf gegen den JC Leipzig und den VfL Stade los.

„Wir freuen uns alle schon darauf. Vor allem, weil wir eine ganze Reihe von neuen Gesichtern antreffen werden in dieser Gruppe“, kündigt Trainerin Hannah Schorlemmer an. Selbst wird die 33-Jährige allerdings nicht auf die Matte gehen können in der bevorstehenden Saison, denn sie erwartet im September - „vielleicht ja passend am letzten Kampftag“ - zum dritten Mal Nachwuchs. „Dann müssen es jetzt eben die anderen richten. Wir haben eine gute Mannschaft zusammen, da bin ich sehr zuversichtlich“, sagt SUA-Coach Hannah Schorlemmer.

Reihenweise neue Gegner

Insgesamt acht gegnerische Teams werden sich in Gruppe Nord mit der Sport-Union messen. Erfahrungen gemacht haben die Wittenerinnen in der jüngeren Vergangenheit lediglich mit dem TuS Hermannsburg und dem TSV Bayer 04 Leverkusen. Ansonsten wartet gegen den JC Leipzig, das JT Hannover, das JT Rheinland (Bad Ems), den KSC Asahi Spremberg, den VfL Stade und die JG Sachsenwald (Hamburg) jede Menge judosportliches Neuland auf den Aufsteiger aus der Ruhrstadt.

In der vergangenen Woche traf sich ein Teil des Annener Kaders schon mal zu einer gemeinsamen Trainingseinheit im Dojo am Kälberweg. Denn immerhin gilt es, fünf Neuzugänge einzubauen. Wobei: Zwei davon sind eher Rückkehrerinnen, denn Miriam Dunkel (zuletzt beim JC 66 Bottrop) und Lena Konsolke (JC 71 Düsseldorf) sind gute Bekannte bei der SUA. „Miriam Dunkel wird aber wohl nur im Notfall noch aushelfen, in erster Linie dürfte sie mich beim Coaching unterstützen“, lässt Schorlemmer wissen.

Sarah Hapke wechselt aus Bottrop zur SUA

Neu am Kälberweg sind Sarah Hapke (DJK Adler Bottrop) sowie Neele Vocke und Ronja Uder (beide Osnabrück). Letztere hat für einen längeren Zeitraum pausiert, will nun aber wieder angreifen und ist eine willkommene Ergänzung in der Gewichtsklasse bis 78 Kilogramm. Wichtig für die SUA: Mit Leticia Jung, gerade Deutsche U 18-Meisterin geworden, und Cara Sachse stehen zwei ganz junge Talente aus dem eigenen Nachwuchs vor ihrem Zweitliga-Debüt. „Schön, dass wir jetzt wieder einen so großen Fundus an eigenen Talenten haben“, sagt SUA-Geschäftsführer Matthias Kiehm, der den Club „finanziell konsolidiert“ sieht und somit gewappnet auch für die Aufgabe in der 2. Liga der Damen. In Sachen Zielsetzung backt Schorlemmer eher kleine Brötchen: „Über den Aufstieg sprechen wir erstmal nicht, aber ein Mittelplatz sollte schon drin sein.“

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