BILLARD

Für Wittens Ronny Lindemann bleibt ein Hintertürchen

Noch nicht qualifiziert für die Deutsche Meisterschaft im Dreiband-Billard: Ronny Lindemann vom BCC Witten.

Noch nicht qualifiziert für die Deutsche Meisterschaft im Dreiband-Billard: Ronny Lindemann vom BCC Witten.

Foto: Jürgen Theobald (theo) / FUNKE Foto Services

Witten.  Nach dem Aus im Viertelfinale beim German-Grand Prix wird die Luft für Ronny Lindemann (BCC Witten) in Sachen DM-Fahrkarte immer dünner.

Ausgerechnet der ehemalige Titelträger (von 2016) nicht dabei, wenn es um die Deutsche Meisterschaft im Dreiband-Billard geht? Das ist wirklich nur schwer vorstellbar. Doch Ronny Lindemann vom BCC Witten muss derzeit noch immer zittern um seinen Startplatz beim Turnier in Bad Wildungen. Zuletzt beim German-Grand Prix in Herten kam der Ruhrstädter nicht übers Viertelfinale hinaus.

„In der Gruppenphase war es noch kein Problem“, so Ronny Lindemann. Da servierte das BCC-Ass seine beiden Kontrahenten souverän ab, zog überlegen ins Viertelfinale ein. Dort allerdings hatte er es mit Tobias Bouerdick (Bottroper BA) zu tun - und der „spielte wohl die Partie seines Lebens“, wie Lindemann anerkennend berichtete. In nur 14 Aufnahmen musste sich der Dreiband-Nationalspieler dem Herausforderer mit 17:30 geschlagen geben. Turniersieger in Herten wurde indes DBU-Auswahlspieler Dustin Jäschke (Bergisch-Gladbach).

In der Abschluss-Rangliste belegt Ronny Lindemann den sechsten Platz - dass er das zweite von drei Grand-Prix-Turnieren nicht spielen konnte, wurde ihm letztlich zum Verhängnis. „Vielleicht“, so Lindemann, „gibt es aber noch die Chance, dass ein anderer Landesverband keinen Spieler meldet bzw. den erforderlichen Generaldurchschnitt nicht erreicht.“ Dann würde wohl ein Plätzchen frei für den 38-Jährigen, der als zweitbester Starter des westfälischen Landesverbandes nachrücken und so doch um den DM-Titel spielen könnte.

Bis Ende September werden die übrigen Landesmeisterschaften ausgetragen sein, danach erst sollte Ronny Lindemann Klarheit haben. „Im kommenden Jahr wird es dann einfacher, sich zu qualifizieren für die Deutsche Meisterschaft“, so der Wittener. Dann nämlich wird es andere Kriterien geben - und vor allem 32 statt der bisherigen 24 Startplätze. Dann wird u. a. zur DM fahren, wer sich direkt über die Landesverbände qualifiziert oder über weitere Positionen beim German-Grand Prix sowie über die nationale Rangliste - „da sollte ich dann auf alle Fälle meinen Platz sicher haben“, sagt Ronny Lindemann. Einstweilen kann er sich jetzt konzentrieren auf die bevorstehenden Wettbewerbe - u. a. auf den deutschen Teampokal (31. August/1. September) mit dem BCC Witten. „Da haben wir für den ersten Turniertag in Bergisch-Gladbach ein gutes Los gezogen - die Aufgaben sollten machbar sein“, so der Teamkapitän und Sportliche Leiter des Wittener Bundesligisten. Ziel müsse es sein, das Halbfinale am folgenden Tag in Velbert zu erreichen, wo dann auch das Endspiel im Pokalwettbewerb ausgetragen wird.

Zwei Wochen später geht es dann schon los mit der Dreiband-Bundesliga. Nach einer eher mittelprächtigen Saison 2018/19 wollen die BCC-Queuekünstler diesmal besser abschneiden. Zum Auftakt geht es am 14./15. September auswärts gegen den BC International Berlin und den 1. BC Magdeburg. Der Niederländer Dave Christiani ist neu im Team, soll den Belgier Eddy Leppens ersetzen. Die Spitzenposition bei den Wittenern wird künftig der Däne Jacob Haack-Sörensen einnehmen.

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