DAMENFUSSBALL

Jessica Pudysz lässt Hammerthaler SV jubeln

Für Nadine Müßmann (2. von re.) und den Hammerthaler SV gab’s mit dem 2:1 gegen Waldesrand Linden den zweiten Saisonsieg.

Für Nadine Müßmann (2. von re.) und den Hammerthaler SV gab’s mit dem 2:1 gegen Waldesrand Linden den zweiten Saisonsieg.

Foto: Barbara Zabka / FUNKE Foto Services

Erleichterung beim Hammerthaler SV: Die Bezirksliga-Damen setzen sich dank eines ganz späten Treffers mit 2:1 gegen Waldesrand Linden durch.

Herbede. Auf ein solches Erfolgserlebnis hatten die Fußballerinnen des Hammerthaler SV lange warten müssen. Und so machten sie es am Sonntag gegen den SV Waldesrand Linden ganz besonders spannend. Erst in der Nachspielzeit fand der Ball den Weg ins Netz zum 2:1 (0:0)-Erfolg, der dafür sorgt, dass die Wittenerinnen nun erstmal wieder über dem Strich stehen.

„Wir haben wochenlang immer großen Aufwand betrieben - jetzt hat sich die Mannschaft auch mal dafür belohnt“, befand Trainer Volker Simon am Ende einer intensiven Partie gegen die Bochumerinnen. Chancen hatte der HSV zwar auch in Durchgang eins, da wollte es so recht aber noch nicht klappen mit dem Abschluss. Gut dagegen war die Defensivleistung: Hammerthal, das ohne Vanessa-Claire van Laar (erkrankt) auskommen musste, ließ kaum etwas Zwingendes der Lindener Damen zu.

Keine einfachen Bedingungen auf rutschigem Geläuf

„Meine Mannschaft war enorm motiviert vor dieser Partie, wollte unbedingt auch die zuletzt gemachten Fehler abstellen“, berichtete Simon. Das gelang den Gastgeberinnen fast durchweg - und daher machten sie es der Waldesrand-Elf auf dem vom Regen nassen, rutschigen Geläuf auch alles andere als einfach.

In der 56. Minute bewies dann Andrea Ringens ihr Feingefühl im rechten Fuß und ein gutes Auge noch dazu. Als sich Lindens Torfrau einen verhängnisvollen Fehlpass leistete, schlug Ringens’ Stunde: „Das hat sie wunderschön gemacht“, beschreibt Volker Simon den Moment, als seine routinierteste Spielerin den Ball aus rund 25 Metern elegant über die Torhüterin zum 1:0 in die Maschen beförderte. Allzu lange hatten die HSV-Damen von der Führung zwar nichts, weil schon in der 64. Minute aus der Distanz das 1:1 nach einem Fangfehler von Keeperin Marina Hantke fiel.

Torfrau Marina Hantke bügelt ihren Patzer mit tollen Paraden aus

„In der Phase danach hat sie uns aber dreimal mit tollen Paraden das Remis gerettet“, würdigte der Coach die starken Reaktionen seiner Frau zwischen den Pfosten. Die damit einen Anteil daran hatte, dass ihr Team noch im Spiel blieb.

Es lief schon die Nachspielzeit, als sich Hammerthal im Mittelfeld den Ball nochmals erkämpfte und die vermutlich letzte Chance zum Siegtreffer beim Schopfe packte. Kapitänin Annabell Figge setzte Jessica Pudysz klug in Szene - und die beförderte das Spielgerät zum viel umjubelten 2:1 in die Maschen. Kurz darauf war die Begegnung vorbei, der zweite Saisonsieg eingefahren - und eine große Portion Erleichterung beim HSV spürbar.

HSV: Hantke; Graf (85. Uhl), Figge, Vollmann, Pudysz, Czarnowski, Ringens, Müßmann, Rischau (46. Scherf), Wenz, Lutz. Torfolge: 1:0 Ringens (56.), 1:1 (64.), 2:1 Pudysz (90.+1).

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