RINGEN

Jetzt kann Überflieger Köllerbach kommen

Wittens Alexander Storck (hinten) zeigte gegen den erfahrenen Yaschar Jamali-Esmaeili-Kandi eine bärenstarke Vorstellung und gewann verdient mit 5:4.

Wittens Alexander Storck (hinten) zeigte gegen den erfahrenen Yaschar Jamali-Esmaeili-Kandi eine bärenstarke Vorstellung und gewann verdient mit 5:4.

Foto: Biene Hagel

Witten.   Der KSV Witten löst seine Aufgabe gegen Aachen-Walheim souverän, gewinnt daheim mit 21:7. Nächster Gegner ist nun West-Meister KSV Köllerbach.

21:7KSV - TV Aachen-Walheim

Einem vorzeitigen Ende ihrer Bundesliga-Saison 2017 haben die Ringer des KSV Witten 07 am Samstagabend eine deutliche Absage erteilt. Dass es nun zumindest noch eine zweiwöchige „Verlängerung“ gibt, dafür sorgte der Zweitliga-Meister des Vorjahres mit einem 21:7-Erfolg im Rückkampf des Achtelfinales gegen den TV Aachen-Walheim. Jetzt geht es in der Runde der letzten Acht gegen den Meister der West-Staffel, den KSV Köllerbach - am 16. Dezember haben die Wittener zunächst Heimrecht in der Husemannhalle.

„Absolut souverän, wie die Jungs das heute gemacht haben“, strahlte Trainer Fatih Sirin nach dem letztlich eindeutigen Erfolg in diesem NRW-Duell. Den Grundstein zum Erreichen des Viertelfinales hatte der KSV ja bereits mit dem 16:10 in Aachen gelegt. Man konnte am Samstagabend in der mit gut 350 Zuschauern besetzten Husemann-Sporthalle den Eindruck gewinnen, die Walheimer glaubten nicht mehr so recht an ihre Chance. „Ich war enttäuscht von Aachen, dass sie mit so einem Team hergekommen sind“, fand Wittens Sportlicher Leiter, Frank Weniger, deutliche Worte. Das Team aus der Kaiserstadt ließ die 66-kg-Klasse (gr.-röm. Stil) nach der Verletzung von Robin Pelzer unbesetzt. „Da hätte man sicher jemand anderes finden können“, mutmaßte Weniger. Auch in anderen Gewichtsklassen war der Gruppen-Zweite der West-Staffel nicht optimal aufgestellt. Für den verletzten Stoyan Spasov (57 G) fand sich auch keine Alternative, den Einlagekampf gegen Andreas Eisenkrein verlor er schnell durch Aufgabe. Allerdings kassierte der Aachener dennoch die vier Mannschaftspunkte, da Eisenkrein mit gut 60 Kilogramm etwas zu viel auf die Waage gebracht hatte.

Auch der zweite Kampf ging an die Gäste, weil Zviad Metreveli das Schwergewichts-Duell gegen Greco-Spezialist Kasim Aras im freien Stil mit 2:1 knapp für sich entschied. Die ersten Zähler aufs Wittener Konto buchte dann Arthur Eisenkrein (61 F) durch sein lockeres 12:0 gegen den offenbar ebenfalls angeschlagenen Purja Jamali. Der Gästeringer verhielt sich auffallend passiv, hätte dafür von der insgesamt souverän leitenden Kampfrichterin Ramona Scherer durchaus noch konsequenter bestraft werden können. Zur Pause hieß es wenig später 7:7 - Freistil-Ass Imants Lagodskis war im Greco-Stil am Ende auf verlorenem Posten beim 5:10 gegen den am Boden zu starken Martin Otto, doch durch den kampflosen 66-kg-Erfolg für Idris Ibaev gab’s vier wichtige Zähler für den KSV.

Der zweite Durchgang wurde zu einer recht einseitigen Angelegenheit zugunsten der groß auftrumpfenden Sirin-Schützlinge. Ufuk Canli (86 F) verdiente sich für sein 11:0 gegen Maximilian Otto ebenso ein Sonderlob des Trainers wie Alexander Storck (71 F) für sein hart erarbeitetes 5:4 über Yaschar Jamali, der bereits mit 4:2 vorn gelegen hatte. Ein spektakulärer Griff von Storck brachte dann aber unter dem Beifall der KSV-Fans die Wende.

Gegen den Ex-Wittener Rabbia Khalil hatte danach Mateusz Wolny (80 G) keinerlei Mühe, holte ebenso vorzeitig vier Teamzähler wie Ilie Cojocari (75 G) gegen den überforderten Michael Otto. Zum Abschluss zeigte dann auch noch Ibro Cakovic seine Klasse, bezwang den unbequemen Ahmed Hyusein im 75-kg-Duell (freier Stil) ganz souverän mit 8:2. „Einige haben heute wirklich sehr starke Leistungen gezeigt. Jetzt bin ich gespannt, was gegen Köllerbach drin ist. Wir werden unsere bestmögliche Mannschaft stellen“, so Fatih Sirin.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben