HANDBALL

Nach 45 Minuten legt TuS Bommern den Schongang ein

Sah 45 Minuten sehr starke, dann aber auch 15 mäßige Handball-Minuten seines TuS Bommern: Trainer Ingo Stary.

Sah 45 Minuten sehr starke, dann aber auch 15 mäßige Handball-Minuten seines TuS Bommern: Trainer Ingo Stary.

Foto: Barbara Zabka / FUNKE Foto Services

Ahlen.  45 Minuten herausragender Handball - und dann ein kleines Tief: Der TuS Bommern gewinnt dennoch in Ahlen auch sein achtes Spiel in Serie.

Wenn Handballspiele bei den Männern doch nur 45 Minuten dauern würden, dann hätte wohl auch Ingo Stary, Trainer des Verbandsligisten TuS Bommern, nach der Partie bei der Ahlener SG II mal rein gar nichts zu mäkeln gehabt. Doch in der Schlussphase des Duells, das der Spitzenreiter dennoch glatt mit 30:25 (19:8) für sich entschied, wurden die Grün-Weißen nachlässig.

„Insgesamt bin ich natürlich froh über die beiden nächsten Punkte“, gab Stary zu Protokoll. Die Bilanz ist auch so weiterhin makellos: neun Spiele, neun Siege - da können aktuell nur noch Aufsteiger RE Schwelm und die Zweitvertretung des VfL Eintracht Hagen einigermaßen mithalten. „45 Minuten lang war das absolut beeindruckend heute, da hat wirklich alles gepasst“, so die Bilanz von Ingo Stary. Sein Team nahm gleich das Heft in die Hand, führte schnell mit 4:1 (7.) und 8:4 (13.). Bis zur 21. Minute zogen die Wittener mit ihrem rasanten Spiel, fußend auf einer erneut exzellenten Deckungsarbeit, auf 14:7 davon.

Kloppenburg bekommt mehr Spielzeit - und trifft sechsfach

Als die Seiten gewechselt wurden, hieß es 19:8 für die Bommeraner, die den Liga-Neuling förmlich in seine Einzelteile zerlegten. Ole Vesper erwischte wieder einen guten Tag, markierte insgesamt sieben Tore. Im Angriffszentrum bekam Mattis Kloppenburg mal mehr Spielanteile als sonst, traf sechsmal. Als der TuS-Coach nach 42 Minuten auf die Anzeigetafel schaute, prangte dort ein 27:13 für seine Mannschaft. Kein Zweifel mehr am erneuten Erfolg.

„Urplötzlich haben wir dann aber ab der 45. Minute das Handballspielen völlig eingestellt“, war Stary schleierhaft, weshalb sein Team auf einmal so fahrig und unkonzentriert wurde. „Natürlich haben wir auch einige Wechsel vorgenommen - darauf alleine möchte ich es aber nicht schieben“, so der Trainer. In den letzten knapp 16 Minuten gelangen den Bommeranern nur noch ganze zwei Treffer. „Wenn man einmal diesen Gang zurückgeschaltet hat, schafft man es im Kopf nicht mehr, das zu korrigieren“, so Stary, der mit seinem Team gewiss noch auf diese Phase zu sprechen kommen wird.

TuS: Goldkuhle, Uphues; Rasch-Blümel (1), Wickel, Groß (3), Blechschmidt (1), Burbaum, Vesper (7), Schmitz (4), Kloppenburg (6/3), Tarlinski (5), Lindner (2), Wickel (1), Leicht.

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