JUDO

Nach langer Pause brennt Junghänel aufs Comeback

In der Bundesliga hat Maxime Junghänel (o., hier gegen Bottrops Kalala Ngoy) schon für Hertha Walheim, Mönchengladbach und Holle auf der Matte gestanden.

In der Bundesliga hat Maxime Junghänel (o., hier gegen Bottrops Kalala Ngoy) schon für Hertha Walheim, Mönchengladbach und Holle auf der Matte gestanden.

Foto: Oliver Megedoht

Witten.   Über ein Jahr lang pausierte Judoka Maxime Junghänel wegen eines Kreuzbandrisses. Am Samstag kämpft er in Leverkusen erstmals für die SU Annen.

Pausiert hat er lange genug, jetzt fängt es allmählich wieder an zu kribbeln. Auch Judoka Maxime Junghänel blieb wie so viele seiner Sportlerkollegen nicht von einer schweren Verletzung verschont, die ihn für mehr als ein Jahr außer Gefecht setzte. Warum die Sport-Union Annen den 23-Jährigen aus Hennef verpflichtet hat, der in den letzten beiden Jahren für den Club Judo in Holle auf der Teamliste stand, das will der Neuzugang der Wittener schon am Samstag (16 Uhr) zum Ligastart beim TSV Bayer 04 Leverkusen zeigen.

„Es ist mein erster Wettkampf nach der Verletzungspause. Ich bin selbst gespannt, wie es läuft“, sagt Junghänel, der in seinem Wohnort Köln Elektrotechnik studiert. Keine allzu weite Anreise also für den Wunschkandidaten von SUA-Trainer Stefan Oldenburg, der große Stücke auf den jungen Mann aus dem Rheinland setzt. „Maxime ist flexibel einsetzbar, kann sowohl in der 66- als auch in der 73-Kilo-Klasse kämpfen“, sagt Oldenburg. Seinen bislang größten individuellen Erfolg hat Junghänel 2016 mit dem Gewinn der Bronzemedaille bei der Deutschen Meisterschaft (damals im 66-kg-Limit) gefeiert.

„Witten hat ein cooles Team“

„Da ich jetzt so lange pausiert habe, ist es aber gar nicht verkehrt, dass ich gegen Leverkusen in der 73-Kilo-Klasse eingeplant bin“, sagt der Neu-Wittener. Für die SUA ist er nach den langwierigen Verletzungen von Thomas Graczyk und Maurice Püchel ohnehin derzeit die Nummer eins in dieser Gewichtsklasse. „Da haben wir leider momentan ein kleines Problem“, sagt Oldenburg. Maxime Junghänel, der in der Bundesliga auch schon für den TSV Hertha Walheim und den 1. JC Mönchengladbach gekämpft hat, ehe ihn der Ruf aus dem niedersächsischen Holle erreicht hat, kann es kaum erwarten, wieder in den Wettkampfmodus schalten zu können. „Eine gewisse Anspannung ist schon da“, gesteht der 23-Jährige, den die Annener schon einmal verpflichten wollten. Damals aber blieb er in Holle - doch nach deren Rückzug aus der Bundesliga war nun der Weg frei in die Ruhrstadt. „Ich kenne ja einige aus der Wittener Mannschaft. Das ist ein cooles Team, da passe ich sicherlich auch menschlich ganz gut ‘rein.“

Training am Olympiastützpunkt in Köln

Ausgerechnet, als es im Vorjahr mit Holle bis zum Finalturnier ging, konnte Junghänel wegen seiner Knieverletzung nicht mitmischen. „Das hat mich schon ein wenig geärgert.“ Umso motivierter ist der Judoka, der am Olympiastützpunkt in Köln trainiert, jetzt ein gutes Comeback zu feiern. „Die 73-kg-Klasse ist zwar eine ordentliche Hausnummer, aber ich stelle mich dieser Aufgabe.“ Beim Auftakt gegen Walheim (5:9) stellte Leverkusen in dieser Gewichtsklasse u. a. den Belgier Moubarak Boulaich auf, der glatt punktete. Für Annens Neuzugang Maxime Junghänel wäre der 22-Jährige gleich mal ein angemessener Prüfstein.

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