TRIATHLON

„Plan B“ führt Sabine Lischka nach Hawaii

Mit einer passablen Marathonzeit von 3:29 Stunden beendete Sabine Lischka den Ironman in Kopenhagen, der ihr den Hawaii-Startplatz einbrachte.

Mit einer passablen Marathonzeit von 3:29 Stunden beendete Sabine Lischka den Ironman in Kopenhagen, der ihr den Hawaii-Startplatz einbrachte.

Foto: Timo Lischka

Kopenhagen (DK).  Eine neue Bestzeit stellt Sabine Lischka beim Ironman in Kopenhagen auf - die Wittener Gesamtschullehrerin darf erneut auf Hawaii starten.

„Es war der Tag der Tage - und es war mein Tag“, schreibt Triathletin Sabine Lischka voller Euphorie auf ihrer Facebook-Seite. In der Tat trumpfte die Ausdauersportlerin beim Ironman-Wettbewerb in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen groß auf, gewann dabei nicht nur ihre Altersklasse und stellte eine eindrucksvolle persönliche Bestzeit von 9:34 Stunden auf. Zusätzlich reichte dieses Resultat auch, um sich für die Weltmeisterschaften auf Hawaii zu qualifizieren.

„Jetzt geht’s im Herbst eben nach Hawaii - und nicht nach Holland“, sagt die 28-Jährige und lacht. Wenn es nämlich nicht geklappt hätte mit dem Ticket für die legendäre Ironman-WM inmitten des Zentralpazifiks, hätte Lischka mit ihrem Ehemann Jan-Timo die Herbstferien im Nachbarland verbracht. „Es war ja mein großes Ziel, mich noch einmal für Hawaii zu qualifizieren, um dort mental so richtig stark an den Start gehen zu können“, erklärt die Lehrerin der Holzkamp-Gesamtschule. Als sie nämlich vor zwei Jahren zum ersten Mal in Kona ihr Glück versucht hatte, konnte sie ihr volles Leistungsvermögen nämlich nicht abrufen.

Empfehlung für Dänemark kam von Till Schaefer

Dass Sabine Lischka ihren Hawaii-Startplatz nun ausgerechnet in Kopenhagen in Empfang nehmen durfte, war vorab eigentlich nur Plan B. Denn ausgeguckt hatte sich die Bochumerin zunächst den Ironman in Frankfurt, der ihr den Weg nach Übersee hatte ebnen sollen. Ging aber nicht, denn kurzfristig kam der ehrgeizigen Sportlerin ein Magen-Darm-Infekt in die Quere. „Mein Trainingskollege Till Schaefer hatte mir geraten, es in Kopenhagen zu versuchen“ - der Hawaii-erprobte Langstreckler vom PV-Triathlon hatte schließlich bereits gute Erfahrungen in Dänemark gesammelt.

„Vor der Konkurrenz hatte ich einen Riesen-Respekt“, gab Sabine Lischka zu - und ob sie wirklich ihre Ziele erreichen würde, dessen war sie sich nicht ganz sicher. Doch irgendwie entwickelte sich ein Wettkampf so ganz nach dem Geschmack der Lehrerin. Als bekannt gute Schwimmerin hatte sie mit der ersten Teildisziplin die geringste Mühe, stieg nach gerade mal 55:53 Minuten als Erste ihrer Altersklasse aus dem Wasser. Und auch die 180 Kilometer auf dem Rad deuteten an: Es musste schon eine ganz starke Konkurrentin kommen, die Sabine Lischka noch von ihrem Hawaii-Ziel hätte abbringen können. „Das war von der Strecke her genau meins, und so habe ich die Kilometer mit einem leichten Lächeln abgespult. Meine Beine sind super gefahren“, berichtet die Triathletin.

Zwischenzeitlich führte sie in ihrer Altersklasse (AK 25-29) die Tageswertung der Frauen an - erst später schaffte es eine Rivalin, die ehemalige TTW-Athletin zu überholen. „Ich habe aber einfach weiter mein Rennen gemacht“, so Lischka, die beim Laufen begeistert war von der Stimmung an der Strecke. Auch ihre Freunde, die die Triathletin lautstark unterstützten, waren eine große Hilfe. Zwischenzeitlich lief die 28-Jährige den Kilometer im Schnitt sogar unter fünf Minuten - „das habe ich vorher noch nie getan bei einem Marathon.“ Kopenhagen schien genau das richtige Pflaster zu sein für die Realisierung der drei Lischka-Ziele. „Die Hawaii-Qualifikation, unter zehn Stunden bleiben und dann sogar noch unter 9:40“ - alles geschafft, freute sich die Bochumerin, die bei Kilometer 28 schon ihre letzte verbliebene Rivalin überholt hatte, Neunte der Frauen-Gesamtwertung wurde. Jetzt lautet ihr Reiseziel im Oktober eben Kona auf Hawaii - Holland wird’s verkraften können.

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