DAMENHANDBALL

SG ETSV Ruhrtal Witten will Titelkandidat ein wenig ärgern

Mit dem Aufstiegsfavoriten aus Recklinghausen messen sich am Sonntag Norina Migat (hinten) und die SG ETSV Ruhrtal Witten.

Mit dem Aufstiegsfavoriten aus Recklinghausen messen sich am Sonntag Norina Migat (hinten) und die SG ETSV Ruhrtal Witten.

Foto: Jürgen Theobald / FUNKE Foto Services

Witten.  Auf Titelfavorit PSV Recklinghausen treffen die Handballerinnen der SG ETSV Ruhrtal. Coach Daniel Buff erwartet einen offensiv deckenden Gegner.

Vor einer solchen Partie darf man die Erwartungen durchaus schon mal ein wenig tiefer ansetzen. „Wir sind da nur krasser Außenseiter“, sagt Daniel Buff, Trainer der Oberliga-Handballerinnen von der SG ETSV Ruhrtal, vor der Partie gegen die PSV Recklinghausen (Sonntag, 15 Uhr, Kreissporthalle).

Für den 38-Jährigen, der in der Festspielstadt lebt und selbst schon als Trainer bei der PSV (im Männerbereich) arbeitete, kommen die Gäste in dieser Saison für den Aufstieg in die dritte Liga infrage. „Für mich ist Recklinghausen neben dem ASC Dortmund der große Aufstiegsfavorit“, sagt Buff. Und das, obwohl die derzeit drittplatzierten „Polizistinnen“ in ihren bisherigen sieben Partien bereits zweimal Niederlagen kassiert haben - gegen Ibbenbüren und eben gegen die Dortmunderinnen, die aktuell den Spitzenplatz einnehmen.

In der Vorsaison gab’s daheim eine knappe Niederlage

In eigener Halle wollen die SG-Damen dem hohen Favoriten allerdings zumindest einen großen Kampf liefern und wie beim letzten Aufeinandertreffen den kleinen Vorteil nutzen, dass in Witten ohne Harz gespielt wird. Seinerzeit war die Begegnung lange ausgeglichen, die Ruhrstädterinnen trumpften dort vor allem durch ihre starke Defensive mit einer herausragenden Daniela Schabacker zwischen den Pfosten auf - auch wenn es unter dem Strich eine knappe Niederlage gab. Allerdings weitaus besser aus SG-Sicht, als die derbe 26:46-Abfuhr in Recklinghausen. „Da haben sie uns die Grenzen aufgezeigt“, so Buff.

Gästetrainer Dominik Schlechter hat registriert, dass die Wittenerinnen in dieser Saison bereits sechs Zähler auf dem Konto haben, längst nicht mehr als Kanonenfutter für die Topteams durchgehen. Allein der 29:22-Erfolg über den Tabellenfünften aus Ibbenbüren nötigte auch dem PSV-Coach Respekt ab. Dass bei den Recklinghäuserinnen Ex-Bundesligaspielerin Stella Kramer wegen einer Handverletzung ebenso ausfallen dürfte wie die erfahrene Torfrau Iris Schultz, sollte der SG in die Karten spielen.

Individuelle Klasse im Rückraum der PSV-Damen

Dennoch verfügt die PSV über eine im Schnitt sehr junge Mannschaft mit enormer individueller Qualität. „Und sie spielen eine sehr offensive Deckung - darauf müssen wir uns einstellen“, weiß Daniel Buff, der seine Schützlinge unter der Woche im Training explizit darauf vorbereitet hat. Lina Hovenjürgen und Lara Janz gehören im Rückraum zudem zum Besten, was die Oberliga zu bieten hat.

„Wir wollen dennoch versuchen, sie so lange wie möglich zu ärgern“, sagt SG-Trainer Buff, der bis auf Paulina Jasinska seinen kompletten Kader an Bord hat, auch diesmal wieder Spielerinnen auf die Tribüne setzen muss. „Ich hoffe, dass wir uns am Sonntag gut verkaufen. Punktemäßig sind wir derzeit ohnehin voll im Soll. Die Gegner aus dem unteren Bereich der Tabelle kommen erst noch“, so Daniel Buff.

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