BASKETBALL

SG Witten Baskets erzwingt zweiten Saisonsieg förmlich

Luis Runges entschlossener Gesichtsausdruck steht stellvertretend für die Einsatzbereitschaft der Baskets beim 70:66-Sieg gegen Breckerfeld.

Luis Runges entschlossener Gesichtsausdruck steht stellvertretend für die Einsatzbereitschaft der Baskets beim 70:66-Sieg gegen Breckerfeld.

Foto: Barbara Zabka

Witten.  SG Witten Baskets feiert 70:66-Erfolg über den TuS Breckerfeld. Bockstarke Defensivleistung und 10:0-Lauf im letzten Viertel sorgen für Jubel.

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Die Basketballer der SG Witten Baskets haben sich am eigenen Schopf aus ihrer kleinen Krise gezogen. Das 70:66 (35:39) in eigener Halle war der zweite Saisonsieg der Ruhrstädter – und ein ganz wichtiger noch dazu.

Denn nun sieht der Blick auf die Tabelle deutlich mutmachender aus. Die SG bleibt zwar Vorletzter, hat aber genauso viele Zähler auf dem Konto wie Derne II, Langendreer und die Reserve der AstroStars aus Bochum. Bis auf Haspe II, Tabellensiebter, ist es nur ein Sieg. Das sollte Motivation genug sein für die kommenden Aufgaben.

Vor allem aber bewiesen sich die Wittener am Samstagabend selbst, dass sie die Qualität haben in der Oberliga mehr zu sein als nur der Punktelieferant, den man in den letzten Wochen abgab. Im ersten Viertel stotterte der SG-Motor noch ein wenig. Lennart Menne, dem man nach seiner langen Verletzungspause die fehlende Spielpraxis doch ein wenig anmerkte, spielte das erste Mal mit Eduard Warkentin und Christian Schneider zusammen. Ein paar Abstimmungsfehler waren folgerichtig. Die daraus resultierenden Ballverluste ebenso. Die anfängliche 10:6-Führung (6.). konnten die Baskets nicht halten. Auch weil im Abschluss das Glück fehlte. Breckerfeld lag zur Viertelpause vorne – 17:20 aus SG-Sicht.

Körpersprache überzeugt

Luis Runge verkürzte nach Wiederanpfiff direkt auf 19:20. Doch in der Verteidigung ließ die Fünf von Trainer Kurtulus Colak zu viele Offensivrebounds zu. Die TuS-Akteure warfen sich mit allem, was sie hatten, in die Bälle. Beim Stand von 24:29 (14.) wurde es Colak zu bunt – Auszeit. „Da ist kein Ehrgeiz den Ball zu erobern“, wütete er mit Recht. Immerhin: Es trat Besserung ein. Zur Pause hielt die SG mit 35:39 Anschluss – dank Dennis Rath, der 20 Sekunden vor der Halbzeit mit einem „Dreier“ auf vier Punkte Rückstand verkürzte.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich erst einmal nicht viel. Breckerfeld traf recht hochprozentig, die SG zeigte Moral, erkämpfte sich immer wieder den Anschluss. „Ich hatte nie das Gefühl, ‘das schaffen wir nicht mehr’“, lobte Colak die Hartnäckigkeit der Seinen. Die Körpersprache der Wittener war gegen Breckerfeld eine gänzlich andere als in den letzten Wochen. So spürten auch die Zuschauer, dass beim Stand von 50:58 im letzten Viertel noch etwas drin sein könnte.

Und so kam es dann auch. Den Schlussabschnitt gestaltete die Colak-Fünf richtig stark, verteidigte leidenschaftlich. Breckerfeld wurde zunehmend nervös, zeigte sich nun nicht mehr so treffsicher wie noch zuvor. Zudem gestattete der TuS den Baskets mit seinen aggressiven Rebound-Aktionen immer wieder Freiwürfe. Bei 60:66 (36.) stand das Defensiv-Bollwerk der SG endgültig. Die Ruhrstädter ließen keinen Breckerfelder Punkt mehr zu und drehten das Spiel mit zehn von zehn versenkten Freiwürfen zum letztlich auch verdienten 70:66-Erfolg.

SG: Preus (8), Warkentin (23), Menne (13), Schneider (10), Runge (4), de la Cruz (4), Rath (8), Schüler.

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