JUDO

SU Annen reist als Gruppensieger in die Kaiserstadt

Einer der besten Punktesammler bei der SU Annen: Leon Philipp (re.) ist auch am Samstag in Aachen-Walheim dabei.

Einer der besten Punktesammler bei der SU Annen: Leon Philipp (re.) ist auch am Samstag in Aachen-Walheim dabei.

Foto: SOcrates Tassos / FUNKE Foto Services

Witten.  Die Judoka der SU Annen treten als Gruppensieger zum letzten Punkteduell beim TV Aachen-Walheim an - zu verschenken aber haben sie nichts.

„Es ist schon irgendwie ein komisches Gefühl, dass es um nichts mehr geht - sowas hatten wir auch noch nie“, macht Stefan Oldenburg aus seiner Befindlichkeit vor dem letzten regulären Bundesliga-Kampftag für die Sport-Union Annen keinen Hehl. Am Samstag (18 Uhr) treten die Wittener beim TV Aachen-Walheim an und stehen als Gruppensieger längst fest.

„Man darf sich da nichts vormachen - auch das wird für uns ein schwieriger Kampftag. Auch wenn wir nicht mehr von Platz eins zu verdrängen sind“, so der Annener Trainer. Natürlich wollen sich die SUA-Judoka in der Kaiserstadt von ihrer besten Seite zeigen, möglichst die Punkterunde mit einer makellosen Bilanz beenden. Es wäre das erste Mal in der Clubhistorie, dass sich die Annener so souverän gegen ihre Konkurrenten durchsetzen. Sechsmal ist man bislang angetreten, sechsmal verließ die SU Annen als Gewinner die Matte. Hatte hier und da auch eine Portion Glück, letztlich aber ist der Gruppensieg für das Team von Stefan Oldenburg und Marcel Haupt nach starken Auftritten allemal verdient.

„Wollen keine Wettbewerbsverzerrung betreiben“

„Wir hatten jetzt eine lange Pause seit unserem letzten Kampf im Juni gegen Hamburg“, sagt Oldenburg. Demzufolge sei es wichtig, nun bald wieder den Rhythmus zu finden - immerhin gelte es, sich für die Bundesliga-Finalrunde am 19. Oktober (Austragungsort nach wie vor offen) vorzubereiten. Als Tabellenführer werde man am Samstag gegen die Walheimer (Platz fünf; 5:5-Punkte) die Gelegenheit nutzen, junge Nachwuchskämpfer zum Einsatz zu bringen. „Aber wir wollen hier natürlich keine Wettbewerbsverzerrung betreiben. Wir treten mit einem guten Kader an, unter anderem haben wir auch zwei unserer niederländischen Judoka dabei“, sagt Oldenburg.

In etwa sei das Aufgebot vergleichbar mit dem, welches in Spremberg zur Verfügung stand - dort gelang ein 8:6-Erfolg. „Wir haben uns diese Position erarbeitet, und nun nutzen wir die Chance, den jungen Kämpfern ihre Einsätze zu verschaffen, die bislang noch keine große Rolle gespielt haben“, so der 31-Jährige. Dabei denkt er vor allem an die Eigengewächse Noel Appel und Moritz Vieregge, die sich gegen Walheim bewähren sollen. Grund dafür ist auch die Tatsache, dass es derzeit ein personelles Loch in der 81-kg-Klasse gibt, weil aktuell neben Frederik Schreiber auch Andreas Altergott und Aeneas Paul nicht verfügbar sind. Zudem kämpft Martin Matijass den Grand Prix in Taschkent.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben