RINGEN

Trainer des KSV Witten schimpft nach Pleite auf Mattenleiter

Daniel Aleksandrov (li.) hatte seinen Gegner Tamas Levai eigentlich sicher im Griff, landete zu Beginn gleich nach einer Armklammer eine sehenswerte Aktion - die dann aber mit vier Zählern für den Nackenheimer gewertet wurde.

Daniel Aleksandrov (li.) hatte seinen Gegner Tamas Levai eigentlich sicher im Griff, landete zu Beginn gleich nach einer Armklammer eine sehenswerte Aktion - die dann aber mit vier Zählern für den Nackenheimer gewertet wurde.

Foto: Barbara Zabka / FUNKE Foto Services

Nackenheim.  Der KSV Witten verliert mit 10:17 bei Alemannia Nackenheim. Trainer Sirin schimpft auf den Mattenleiter und sieht die rote Karte.

War’s das schon mit den Playoff-Träumen des KSV Witten 07? Beim SV Alemannia Nackenheim kassierte die Mannschaft von Trainer Fatih Sirin schon die dritte Niederlage der laufenden Saison - und die fiel mit 10:17 auch noch recht happig aus.

Dass die Laune bei den Wittenern auf der Rückreise entsprechend mies war, lag nicht allein am nackten Ergebnis. Vielmehr hatte die „katastrophale Schiedsrichter-Leistung“ KSV-Coach Fatih Sirin mächtig auf die Palme gebracht. Die letzten vier Kämpfe bekam der 40-Jährige nämlich in Nackenheim gar nicht mehr richtig mit, denn im 86-kg-Duell von Daniel Aleksandrov sah der Trainer erst die gelbe, dann die rote Karte. „Da ist es mit mir durchgegangen - ich habe das einfach nicht mehr ausgehalten“, so Sirin. Denn Mattenleiter Ronald Hartenstein wertete schon die erste klare Aktion des Bulgaren gegen Tamas Levai unverständlicherweise mit vier Punkten für den Nackenheimer. „Das war ganz klar Daniels Aktion, er hätte die Punkte bekommen müssen“, sagte der aufgebrachte Sirin, der daraufhin sogar die Halle verlassen musste, am Sonntag (15 Uhr, Husemann-Sporthalle) daheim gegen den RV Lübtheen nun gesperrt ist.

Ramzan Awtaew führt bereits mit 7:0 - und unterliegt noch mit 7:8

Als die Wittener vor dem Duell auf die Liste der Kämpfe schauten, herrschte Zuversicht: „Wir haben uns gesagt: Das Ding holen wir“, berichtete der KSV-Coach, der seinen besten Kader aufgeboten hatte. Doch zur Pause lagen die Wittener mit 4:8 im Hintertreffen. Lediglich der Rumäne Florin Tita (61 G) punktete für die Gäste, bezwang Florian Losmann mit 21:6. Ärgerlich aus KSV-Sicht: Im Schwergewichtskampf von Nico Brunner (130 G) stand dieser schon kurz vor dem Schultersieg - „aber dann pfeift der das wegen Beinarbeit ab“, schimpfte Sirin. So gab’s statt eines glatten Sieges eine 1:9-Niederlage. Ramzan Awtaew (66 F) brachte das Kunststück fertig, gegen Viktor Lyzen nach 7:0-Führung noch mit 7:8 zu verlieren.

„Niederlage zum Teil selbst verschuldet“

Im zweiten Abschnitt punkteten Maxim Vasilioglo (80 F; 8:3) und zum Abschluss Adam Juretzko (75 G), dessen Gegner Ahmet Hakan Cakici - eigentlich ein Freistil-Spezialist - nach zwei Verwarnungen disqualifiziert wurde, für den KSV Witten. Sirin war am Ende stinksauer: „Unsere Niederlage war zum Teil selbst verschuldet, zum Teil lag es am Mattenleiter. So ein Mann hat in der Bundesliga nichts verloren.“ Einige Zähler, die fest eingeplant waren - u. a. auch von Fevzi Mamutov (71 G), der nach 5:0-Führung gegen Ruslan Kudrynets noch mit 5:13 unterlag, am Ende völlig einbrach. Auch Arthur Eisenkrein (57 F) hätte zu Beginn einen Sieg holen können, führte Sekunden vor Schluss mit 11:10 gegen Burak Demir, wurde dann aber noch entscheidend ausgekontert.

Die Statistik: (57 F) Arthur Eisenkrein 0:1-PN; (130 G) Nico Brunner 0:3-PN; (61 G) Florin Tita 4:0-TÜPS; (98 F) Ufuk Canli 0:3-PN; (66 F) Ramzan Awtaew 0:1-PN; (86 G) Daniel Aleksandrov 0:2-PN; (71 G) Fevzi Mamutov 0:3-PN; (80 F) Maxim Vasilioglo 2:0-PS; (75 F) Ibro Cakovic 0:4-TÜPN; (75 G) Adam Juretzko 4:0-DQ.

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