Handball Verbandsliga

TuS verpasst Sprung an die Tabellenspitze

Geknickte Bommeraner: Fabian Jung, Raban Mazur und Lars Wichmann (von links).

Geknickte Bommeraner: Fabian Jung, Raban Mazur und Lars Wichmann (von links).

Foto: Biene Hagel

Nach der 30:34-Niederlage zieht der TuS Hattingen an Bommern vorbei. Stephan-Team in der zweiten Halbzeit zu langsam beim Umschalten von Angriff auf Abwehr.

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TuS Bommern -
TuS Hattingen 30:34

Bommern: Goldkuhle, Uphues; F. Jung (8/1), M. Jung, Groß (5), Burbaum (4), Buchholz (4), Sipos (2/1), Mazur (4), Lindner (2), Wichmann (1), Blechschmidt, Fischer, Sonnenschein.

Es war die erwartet spannende und schnelle Partie, in der Bommern am Ende mit 30:34 (15:15) den Kürzeren zog. „Eine ausgeglichene Geschichte. Hattingen hat verdient gewonnen“, bilanzierte TuS-Coach Thorsten Stephan.

Wie das Ergebnis vermuten lässt, trafen zwei offensive Abwehrreihen aufeinander. Hattingens variable 4:2-Deckung stellte den Bommeraner Rückraum vor eine schwierige Aufgabe. Gäste-Torhüter Sven Wulf, der beim Wittener TV groß geworden ist, tat sein übriges dazu. Nach einer Viertelstunde kam der TuS besser in die Partie, provozierte mit der 5:1-Deckung Fehler in den Hattinger Reihen und spielte schnell nach vorn. Nach einer schönen Täuschung legte Spielmacher Marius Jung auf Andreas Buchholz am Kreis ab, der zum 7:7 ausglich.

Bis zum Halbzeitpfiff blieb die Partie ausgeglichen. „Ein bisschen durcheinander“, befand eine Zuschauerin. Es ging schnell hin und her, sowohl der TuS als auch die Gäste ließen einige Chancen liegen. Mit dem Halbzeitpfiff kassierte Felix Groß dann noch eine Zweiminutenstrafe, den direkten Freiwurf setzte Hattingens Sven Schmitz an die Latte – 15:15.

Die Zeitstrafe tat den Bommeranern nach der Pause weh. Zunächst brachte Lukas Burbaum den TuS zwar in Unterzahl in Führung, aber es folgte die schwächste Phase der Hausherren. Immer wieder trafen die Hattinger Flügelflitzer nach schnellem Umschalten. Die Bommeraner Defensivspieler warfen sich nur ratlose Blicke zu. „Hattingen hat einfach schneller erkannt, was zu tun ist“, sagte Coach Stephan. „Es ärgert mich kolossal, dass wir über die Hattinger schnelle Mitte und das Überzahlspiel reden und es dann trotzdem genauso passiert.“ Seine Mannschaft könne einfach noch nicht alles umsetzen, resümierte der Trainer.

Einzig Hüter Clemens Uphues, der Ende der ersten Halbzeit für den glücklosen Stefan Goldkuhle eingewechselt worden war, hielt die Bommeraner in dieser Phase im Spiel. Nach einer Glanzparade spielte der junge Torwart einen Zuckerpass auf den schnellen Felix Groß, der den 24:25-Anschlusstreffer markierte. Als Andreas Buchholz kurz danach ausglich und Hattingen nach zwei Zeitstrafen nur noch zu viert auf dem Platz stand, war wieder alles drin. Aber die Gäste trafen trotz doppelter Unterzahl und ließen sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen.

Hattingen wirkte in dieser Phase frischer und überlief die Bommeraner ein ums andere mal. Einzig Fabian Jung stemmte sich noch gegen die Niederlage und erzielte ein paar schöne Rückraumtore. Mit einem Sieg hätte Bommern in der engen Liga die Führung übernommen, nach der 30:34-Niederlage steht der TuS aktuell auf Platz acht.

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