FUßBALL

Wittener Traditionsduell steigt erstmals auf Kreisebene

Stockums Theodoros Chatsiioannidis (re.) traf zuletzt nach nicht einmal sechs Minuten ins Schwarze. Beim 3:0 gegen Wiemelhausen II erzielte er das 1:0. Über einen Treffer würde er sich sicher auch im Derby freuen.

Stockums Theodoros Chatsiioannidis (re.) traf zuletzt nach nicht einmal sechs Minuten ins Schwarze. Beim 3:0 gegen Wiemelhausen II erzielte er das 1:0. Über einen Treffer würde er sich sicher auch im Derby freuen.

Foto: Jürgen Theobald / FUNKE Foto Services

Witten.  Der SV Herbede empfängt den TuS Stockum am Sonntag zum Derby am Stausee. Vorfreude ist in beiden Lagern schon riesig.

Seit 2007 trafen der SV Herbede und der TuS Stockum bereits 16 Mal aufeinander. Ob in der Meisterschaft oder zu Testzwecken, Feuer war in diesen Lokalderbys immer drin. Schon zu besseren Zeiten, als sich beide Clubs noch in der Landesliga begegneten, ging es stets hoch her. Auch in den vergangenen zwei Bezirksliga-Spielzeiten. Vom Spielniveau vergangener Tage ist man nun noch ein Stück weiter entfernt. Am Sonntag (15 Uhr, Am Herbeder Sportplatz) spielen die beiden Traditionsvereine erstmals in der Kreisliga A um Punkte gegeneinander.

Beim Industriecup konnten sich die Kicker von der Kemnade und der Pferdebachstraße vor Saisonstart schon einmal beschnuppern. Mit 5:0 gab der TuS Stockum im Juli einen ersten Fingerzeig in Richtung Konkurrenz ab. Allerdings dürfte diese Partie wenig aussagekräftig für das anstehende Pflichtspiel sein. „Wir sind alle gespannt. Ich erwarte ein heißes Duell“, lässt Herbedes Trainer Christopher Pache voller Vorfreude verlauten. Und auch Stockums kickender Co-Trainer Daniel Bittorf ist sich sicher: „Das wird ein offener Schlagabtausch.“

Nach der Pleite gegen die Ruhrtaler landet TuS Stockum einen deutlichen Sieg

Aus den Startlöchern sind beide Teams in dieser Spielzeit nicht richtig gut, aber ordentlich gekommen. Der SV Herbede ließ einem 3:0 gegen Hedefspor Hattingen ein 1:1 gegen Weitmar 45 II folgen. Stockum rehabilitierte sich vor Wochenfrist mit dem 3:0 gegen Wiemelhausen II für die Auftaktpleite bei Lokalrivale DJK TuS Ruhrtal.

„Da haben wir unsere Chancen endlich mal besser genutzt“, so Bittorf rückblickend. Auch das Pressing habe im Wiemelhausen-Spiel gut funktioniert. „Wir sind komplett fit. Das wollen wir ausnutzen und den Gegner früh unter Druck setzen“, lässt er daher im Hinblick auf das anstehende Derby verlauten. Wie genau der Matchplan der Rot-Weißen aussieht, da lässt er sich dann aber doch nicht in die Karten schauen.

Taktikspielchen vor dem Nachbarschaftsduell – wie sollte es auch anders sein. Das war schon früher so, als Marco Held – jetzt Stockums Coach – und TuS-Abwehrkante Daniel Hain noch das schwarz-weiße Trikot trugen. Stockums Sportlicher Leiter, Frank Wondra, erlebte mit den Herbedern in der Westfalenliga goldene Zeiten. „Man freut sich, alle wiederzusehen. Dieses Derby ist irgendwie immer noch ein familiäres Ding“, sagt SVH-Coach Pache, der als Aktiver am Stausee ebenfalls auf Westfalenebene die Schuhe schnürte und diese Zeit nicht vergessen hat.

Held-Elf ohne Personalsorgen

Jetzt lenkt Pache die Geschicke des SVH von der Seitenlinie aus, muss am Sonntag auf Mittelfeldmotor Oilid Hammouda verzichten. Das tue „extrem weh“, sagt er. Auf taktischer Ebene gelte: „Abstände gering halten, kompakt stehen.“

Stockum kann, so Bittorf, personell aus dem Vollen schöpfen. „Wir haben alle an Bord, haben gut trainiert und sind heiß.“

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