HANDBALL

Wittener TV kassiert beim Titelfavoriten deftige Lehrstunde

Fast durchweg zweiter Sieger waren die WTV-Akteure (hier Simon Wenzel, li.), konnten die Kreise von Oskar Kutuj und dem HC Westfalia Herne kaum einmal entscheidend eindämmen.

Fast durchweg zweiter Sieger waren die WTV-Akteure (hier Simon Wenzel, li.), konnten die Kreise von Oskar Kutuj und dem HC Westfalia Herne kaum einmal entscheidend eindämmen.

Foto: Klaus Pollkläsener / Funke Medien

Herne.  Für den Wittener TV gibt’s beim Titelkandidaten Westfalia Herne nichts zu bestellen. Mit 17:33 fällt die Niederlage ziemlich deftig aus.

Welch rauer Wind bisweilen in der Handball-Landesliga weht, das erfuhr der Wittener TV bei seiner Saisonpremiere am Sonntagabend an eigener Haut. Mit 17:33 (8:15) kassierte der Aufsteiger um Trainer Stefan Rust eine deftige Niederlage beim HC Westfalia Herne, der den Gästen in allen Belangen deutlich überlegen war.

„Das kann für uns kein Maßstab sein. Diese Mannschaft wird um den Titel spielen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass viele in Herne punkten werden“, war WTV-Sprecher Jan-Felix Löffler ziemlich beeindruckt vom starken Auftritt der Westfalia. Das Team des Ex-Bundesligaprofis Stefan Krebietke beeindruckte die Wittener mit flotten Kombinationen, permanentem Tempospiel im Angriff und ließ auch in der Deckung wenig zu. So hieß es schnell 5:1 für die Herner, die der Partie ihren Stempel aufdrückten.

Nach der Pause leistet sich der Wittener TV zu viele einfache Fehler

„Auch individuell war uns die Westfalia eindeutig überlegen“, so Löffler. Auf jeder einzelnen Position entschieden die Hausherren die Begegnung zu ihren Gunsten. Zwar schnupperte der Landesliga-Neuling aus der Ruhrstadt beim zwischenzeitlichen 5:8 noch einmal Morgenluft, die aber war bald wieder hinweg geweht, als sich die Krebietke-Sieben auf 13:6 und dann zur Pause auf 15:8 absetzte.

„Wir werden unsere Punkte gegen andere Mannschaften holen müssen. Uns war vorher schon klar, dass Westfalia Herne ein ganz anderes Kaliber darstellt“, sagte Jan-Felix Löffler. Dabei waren die WTV-Handballer bis auf Urlauber Torben Olenik komplett - doch selbst der baumlange Christian Kutsch brachte gegen die aufmerksame, aggressiv verteidigende Westfalia-Deckung keinen einzigen sinnvollen Abschluss zustande. „Wir haben uns in der zweiten Halbzeit viel zu viele einfache Fehler erlaubt - das Ergebnis hätte am Ende nicht wirklich so deutlich ausfallen müssen“, so das Fazit von WTV-Sprecher Löffler nach dem schwachen Saisonstart.

Westf. Herne - Wittener TV 33:17 (15:8). WTV: Pohl, O. Weber; D. Oberbossel, J. Oberbossel, Sollmecke, Habermann, Gallinowski, Winter, Brecht, A. Weber, Mohri, Wenzel, Lieberwirth, Kutsch.

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