RINGEN

Wittenerin Viviane Herda gibt bei Team-DM ihr Comeback

Erstmals wieder bei einem großen Turnier auf der Matte: Wittens Viviane Herda (re.) war lange verletzt, brennt nun auf ihren Einsatz.

Erstmals wieder bei einem großen Turnier auf der Matte: Wittens Viviane Herda (re.) war lange verletzt, brennt nun auf ihren Einsatz.

Foto: rene weiss

Witten.  Zwei Jahre Zwangspause sind endlich vorbei. Auch Emily Weiß und Lotta Englich vom KSV Witten stehen im Kader der NRW-Auswahl.

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Es ist quasi wieder ein Start bei Null für die hochveranlagte Ringerin Viviane Herda. Die Sportlerin des KSV Witten 07 hatte nach einer weiteren schweren Knieverletzung (Kreuzbandriss) eine enorm lange Pause einlegen müssen, kämpfte sich aber mit großem Engagement wieder heran. Jetzt wird die 22-Jährige bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften der Frauen im hessischen Rimbach neben zwei weiteren Wittenerinnen zum Aufgebot der NRW-Auswahl gehören.

Das KSV-Trio zählt bei den Titelkämpfen im Odenwald mit seinen hochkarätigen Mitstreiterinnen - u. a. Ex-Weltmeisterin Aline Rotter-Focken (28, Krefeld), in diesem Jahr Dritte der WM - gewiss zum Favoritenkreis des Teamwettbewerbs. Dass es bei Viviane Herda nach ihrer gut zweijährigen Zwangspause schon zu einer Teilnahme an einem so wichtigen Turnier reicht, ist durchaus überraschend. Die Wittenerin gewann bei Deutschen Meisterschaften bereits Titel und Medaillen, feierte 2014 mit der EM-Bronzemedaille in der Juniorenklasse ihren größten Erfolg. Herda dürfte eine der Stützen des NRW-Teams sein.

Wichtiger Schritt auf der Karriereleiter

„Erfahrung sammeln“ ist dagegen das Motto für die beiden jüngeren KSV-Ringerinnen. Emily Weiß gewann ebenfalls bereits DM-Silber, gleichwohl wird sie es schwer haben, sich gegen durchweg ältere Konkurrentinnen zu behaupten. Gleiches gilt für Lotta Englich, die erstmals für ein derartiges Turnier nominiert wurde und erst im kommenden Jahr bei einer Deutschen Meisterschaft startberechtigt sein wird. Für die beiden Jugendlichen wird die Teilnahme an der Team-DM in Hessen allerdings ein wichtiger Schritt auf der Ringer-Karriereleiter sein.

Platz zwei für Lotta Englich in Berlin

Beide waren zuletzt beim größten deutschen Turnier im weiblichen Ringkampf am Start, dem 14. Internationalen Frauen- und Mädchenturnier, das der SV Luftfahrt in Berlin-Adlershof ausrichtete und bei dem Athletinnen aus 22 Nationen starteten. Emily Weiß startete hier bei den Kadettinnen in der 61 kg-Klasse, die mit 26 Kämpferinnen besetzt war. In ihrer ersten Begegnung traf sie auf die Französin Camille Brulet, gegen die sie einfach keine Einstellung fand. Die Wittenerin führte den Kampf überlegen, musste sich am Ende aber unglücklich mit 0:4-Punkten geschlagen geben - das war das Aus in diesem Turnier. Besser lief es für Lotta Englich, die in der Klasse bis 54 Kilogramm bei den B-Jugendlichen auf die Matte ging. Sie begann mit einem klaren Sieg (7:0) gegen die Niederländerin Dani van Rooijen. In der folgenden Begegnung kam sie gegen die körperlich überlegene Ukrainerin Adelina Bondarenko allerdings nicht an, unterlag deutlich mit 0:8. Immerhin: Es folgten Schultersiege gegen Patrizia Bahn (Deutschland) und Natalia Stefanidi (Griechenland). Die Niederländerin hatte gegen die Ringerin aus der Ukraine gesiegt, so dass alle drei Athletinnen am Ende die gleiche Punktzahl aufwiesen.

So fehlte KSV-Ringerin Lotta Englich am Ende ein einziger Kampfpunkt zum Sieg: Die Ukrainerin Bondarenko gewann die Kategorie vor der Wittenerin und der Niederländerin – allemal ein toller Erfolg für die junge Gymnasiastin.

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