HANDBALL

Wittens „Hexer“ Pohl treibt Gladbeck zur Verzweiflung

Ein magischer Abend für den Mann zwischen den Pfosten: WTV-Torwart Sebastian Pohl (li.) parierte alle sechs Siebenmeter der Gladbecker Gäste.

Ein magischer Abend für den Mann zwischen den Pfosten: WTV-Torwart Sebastian Pohl (li.) parierte alle sechs Siebenmeter der Gladbecker Gäste.

Foto: Biene Hagel / Biene Hagel / Funke Foto Services

Witten.  Der Wittener TV gewinnt sein drittes Saisonspiel. Gegen den VfL Gladbeck II ragt vor allem Torhüter Sebastian Pohl mit famosen Paraden heraus.

Den dritten Saisonsieg brachte der Wittener TV am Samstagabend in trockene Tücher. Gegen den VfL Gladbeck II gewannen die Wittener vor heimischem Publikum mit 23:17 (9:8).

Gegen ein starkes junges Gladbecker Team war für Trainer Stefan Rust ein so deutlicher Sieg aber nicht zu erwarten. Der Start in die Partie verlief nämlich schleppend. Bis zur 13. Spielminute waren gerade einmal fünf Treffer gefallen, wenn aber auch mit 4:1 zugunsten der Gastgeber. In der Folge schloss Gladbeck jedoch auf, über 6:5 (19.) und 7:6 (25.) gestaltete sich das Spiel ausgeglichen. „Wir haben oft den Ball vorne verloren und uns nicht diszipliniert genug an unsere Konzepte gehalten“, fasste Rust das fehlerhafte Angriffsspiel seiner Sieben samt zahlreicher Fehlwürfe zusammen.

Jonas Oberbossel erzielt acht Tore für den WTV

Für den zweiten Durchgang war also eine Steigerung der Wittener nötig, wobei die Gäste mithalfen. „Gladbeck hat in der zweiten Halbzeit die Köpfe in den Sand gesteckt“, umschrieb der WTV-Coach sprichwörtlich. Das spielte seiner Mannschaft natürlich in die Karten, was vielleicht, wegen der eigenen Steigerung, aber auch gar nicht notwendig gewesen wäre. Denn endlich besann sich der WTV auf seine Vorgaben und brachte die Auslösehandlungen im Angriff erfolgreich durch. Dabei glänzte besonders Jonas Oberbossel auf der Linksaußenposition mit acht Treffern. Vom 12:12 (40.) setzten sich die Hausherren auf 16:12 (46.) ab und auch nach zwischenzeitlich 17:14 (48.) war beim 21:14 (54.) frühzeitig ein WTV-Erfolg zu erkennen.

„Der Schlüssel zum Erfolg lag aber ganz klar in der stabilen Defensive“, lobte Stefan Rust seine Abwehrreihe, die mit einem überragenden Torhüter Sebastian Pohl einen großen Rückhalt hatte. Nicht nur aus dem aus dem Spiel heraus entschärfte Pohl zahlreiche Würfe, sondern auch alle sechs VfL-Strafwürfe.

WTV: Pohl, O. Weber; Kutsch (2), Winter, Gallinowski (2), J. Oberbossel (7), A. Weber, Brecht (3/2), D. Oberbossel (2), Gerlach, Mohri, Solmecke, Kruse (7), Lieberwirth.

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