DAMENHANDBALL

Wittens Trainer Daniel Buff macht seinem Unmut Luft

Jessica Hackerts (M.) und die SG ETSV Ruhrtal treffen am Mittwochabend auf den ASC 09 Dortmund.

Jessica Hackerts (M.) und die SG ETSV Ruhrtal treffen am Mittwochabend auf den ASC 09 Dortmund.

Foto: Barbara Zabka / FUNKE Foto Services

Witten.  Ohne große Umschweife übt Daniel Buff, Trainer der SG ETSV Ruhrtal Witten, am aktuellen Leistungsstand seiner Handballerinnen Kritik.

Für die Oberliga-Handballerinnen der SG ETSV Ruhrtal beginnt die neue Saison am 15. September mit einem Heimspiel gegen Titelaspirant ASC 09 Dortmund. Knapp vier Wochen zuvor bestreiten diese beiden Teams am Mittwochabend (20.30 Uhr, Jahnsporthalle) ein Vorbereitungsspiel.

„Ich sehe darin kein Problem“, sagt Wittens Trainer Daniel Buff. „Der ASC Dortmund ist nicht unsere Kragenweite - wir müssen uns mit anderen Gegnern messen“, sagt er vor dem Duell mit dem Top-Team aus der Nachbarstadt. Ohnehin sieht Buff seine Schützlinge aktuell noch nicht optimal gerüstet für die bevorstehende Saison. „Es gibt einiges, was mir am Training derzeit noch nicht passt. Vor allem machen wir viel zu viele einfache Fehler, die Abläufe stimmen noch überhaupt nicht. Manchmal hat man das Gefühl, einige hätten noch nie zusammen gespielt“, so Buff kritisch.

„Auf jeden Fall haben wir noch eine ganze Menge zu tun“, legt er vor seiner zweiten Spielzeit bei der SG ETSV Ruhrtal nach wie vor hohe Maßstäbe an. Zuletzt suchte er das Gespräch mit seinem Kapitäninnen-Duo Maike Behler und Julia Lewe, um einigen Dingen auf den Grund zu gehen. Ein möglicher Ansatzpunkt: Die intensive Laufarbeit in den ersten Wochen der Vorbereitung habe mächtig Substanz gekostet. „Aber daran alleine kann es ja kaum liegen. Selbst wenn wir jetzt vor jeder Trainingseinheit noch zusätzlich laufen gehen, sollte man gewisse Dinge verlangen können in dieser Spielklasse“, sagt Daniel Buff.

Dass es eventuell zu wenige Testpartien in dieser Phase gegeben habe, weist der SG-Coach auch von sich. „Insgesamt bestreiten wir vor der Saison zehn oder elf Freundschaftsspiele, lediglich die Partie gegen Lünen haben wir streichen müssen. Dazu kommt am übernächsten Wochenende auch noch die Stadtmeisterschaft - den Ball hatten wir dann sicherlich oft genug in der Hand“, so der 38-Jährige. Ein ausdrückliches Lob hat der Oberliga-Trainer für seine erfahrene Torhüterin Daniela Schabacker übrig. „Sie hat wirklich so gut wie keine Trainingseinheit verpasst, hat immer großartig mitgezogen und auch in den Spielen ihre Leistung gezeigt.“ Die beiden Neuzugänge aus Riemke, Annika Albus und Norina Migat, seien inzwischen fest integriert in den SG-Kader, bei Rückraumspielerin Migat müsse man bisweilen noch einen besseren Weg finden, sie ins Spiel einzubeziehen.

Zwei Stunden auf Wasserskiern

Da es zwischen all den vielen Trainingseinheiten, die Daniel Buff mit seinen Spielerinnen absolviert, auch mal ein wenig Abwechslung geben muss, stand zuletzt mal Outdoor-Sport auf dem Plan. Zwei Stunden lang gönnten sich die SG-Handballerinnen Spaß beim Wasserski in Hamm - „das hat riesig Laune gemacht, und zum Glück hat sich dabei niemand verletzt“, so Daniel Buff, der natürlich auch sein Glück auf den wackeligen Brettern versuchte und ebenso häufig nass wurde wie seine Schützlinge.

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