Motorsport

Marcel Schrötter macht der deutschen Motorradszene Mut

 Moto2-Pilot Marcel Schrötter

Moto2-Pilot Marcel Schrötter

Foto: dpa

Essen.  Der 26-Jährige Marcel Schrötter ist aktuell WM-Zweiter in der zweithöchsten Klasse im Motorrad-Rennsport. Er gilt als Titelkandidat.

Die Nachricht, die Marcel Schrötter kurz nach seiner Ankunft im spanischen Jerez erhielt, war nicht unbedingt die beste. Sein Fuß ist etwas angeschlagen. Trotzdem war der 26 Jahre alte Motorradprofi am Freitag der schnellste im ersten Training. Bis Sonntag (12.20 Uhr/ServusTV), wenn für ihn das erste Europa-Rennen dieser Saison ansteht, lautet die Devise: „Kühlen und mal schauen.“

Schrötters Ziel ist die MotoGP

Marcel Schrötter lässt sich so leicht nicht entmutigen, ist er selber doch derzeit der große Mutmacher der deutschen Motorradszene. Nach drei Saisonrennen liegt der Oberbayer in der WM-Wertung der Moto2-Klasse – der zweithöchsten hinter der Königsklasse MotoGP – auf Platz zwei. Zweimal fuhr er mit seiner Kalex aufs Podium, nur auf seinen ersten Sieg wartet er noch. „Dafür muss ich in manchen Zweikämpfen noch etwas abgeklärter werden“, sagt der Fahrer des Dynavolt-Intact-GP-Teams selbstkritisch. Er arbeite hart. „Natürlich will ich Weltmeister werden“, sagt er und gibt auch offen zu: „Mein Ziel ist es, MotoGP zu fahren. Das ist die Formel 1 der Motorradfahrer.“ Das Prestige, das Geld, der Speed und damit auch der Spaß seien noch einmal größer.

Bradl traut Schrötter den Titel zu

Einer, der dort schon mitfährt, ist Stefan Bradl. Der 29-Jährige war 2011 der letzte deutsche Moto2-Weltmeister und traut seinem Kollegen Schrötter durchaus den Titel zu. „Es ist schön, so etwas zu hören“, sagt der. „Stefan ist ein sehr guter Motorradfahrer. Wir verstehen uns gut. Ich habe großen Respekt vor seiner Leistung.“

Schrötter weiß, dass der Titel kein Selbstläufer wird. „Ich muss jetzt weiter so machen, immer oben mit dabei sein. Dass ich das kann, weiß ich schon lange.“ Nun muss er es beweisen. Dann wäre schon bald der Schritt Richtung GP möglich. „Die großen Namen werden bis zum Sommer entscheiden, ob sie weitermachen. Vielleicht ergibt sich da eine Möglichkeit für mich.“

Mit einem GP-Vertrag in der Tasche im November dann Weltmeister zu werden – das hätte schon was.

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