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So spannend wird das DTM-Finale

Fährt er in Hockenheim zu seinem nächsten Titel? Zuletzt ist der Schwede Mattias Ekström (Audi) im Jahr 2007 DTM-Gesamtsieger geworden.

Foto: dpa

Fährt er in Hockenheim zu seinem nächsten Titel? Zuletzt ist der Schwede Mattias Ekström (Audi) im Jahr 2007 DTM-Gesamtsieger geworden. Foto: dpa

Hockenheim.   In Hockenheim können am Wochenende noch sechs Piloten um den DTM-Titel fahren, die besten Aussichten hat der Schwede Mattias Ekström.

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Die Nachricht vom Mercedes- Ausstieg, die Personalie Gerhard Berger, die nicht enden wollenden Diskussionen um Regeländerungen – in der DTM gab es in diesem Jahr viel Redebedarf. Bevor der ehemalige Formel-1-Star und neue DTM-Chef Berger die Winterpause dazu nutzen kann, die Zukunft der traditionsreichen deutschen Motorsportserie zu sichern, soll am Wochenende in Hockenheim der Sport im Mittelpunkt stehen. Gesucht wird der neue Champion. Dafür bewerben sich im Finale gleich sechs Piloten.

Der einzige, der den Spannungsbogen früh zerstören könnte, ist Mattias Ekström. Der Schwede hat schon am Samstag (14.45 Uhr/ARD) die Möglichkeit, dafür zu sorgen, dass die Fahrer die letzten Runden der Saison am Sonntag (15.10 Uhr/ARD) ungezwungen ausrollen lassen können. Ekström führt die Gesamtwertung mit so viel Vorsprung vor seinen Audi-Kollegen René Rast, Jamie Green und Mike Rockenfeller an, dass er schon am ersten Tag alles klar machen kann.

Erinnerungen an Ludwig und Stuck

Sollte Ekström irgendwann einmal sein Leben verfilmen, wäre dieses Datum für das Drehbuch perfekt. Auf den Tag genau vor zehn Jahren, am 14. Oktober 2007, hat der Schwede seinen zweiten und vorerst letzten DTM-Titel gewonnen. Mit Sätzen wie „Einen Punkt für ein gutes Ende zu finden, ist auch eine Kunst“ befeuert der Favorit derzeit Spekulationen über einen Rücktritt. Mit seinen 39 Jahren ist er der Senior im Feld. Fährt er nach 2004 und 2007 tatsächlich seinen dritten DTM-Titel ein, wäre er nach Klaus Ludwig (45) im Jahr 1994, Bernd Schneider (42) 2006 und Hans-Joachim Stuck (39) 1990 der viertälteste Gesamtsieger. Neben seinen Audi-Kollegen versuchen noch Titelverteidiger Marco Wittmann im BMW und Mercedes-Mann Lucas Auer ihre Außenseiterchancen zu nutzen.

Über all dem schwebt aber zum Saisonausklang die Frage: Wohin führt der Weg der DTM? Der Ausstieg von Mercedes Ende 2018 ist beschlossene Sache, ein neuer Hersteller ist noch nicht präsentiert worden. Zudem gibt es keine Einigung über eine Verlängerung des auslaufenden TV-Vertrags mit der ARD. Gerhard Berger warf dem Sender vor, zu wenig Herzblut in die Berichterstattung zu stecken.

In Hockenheim werden die DTM-Macher zeigen, wohin sie mit ihrer Serie wollen. Möglich ist eine Annäherung an die japanische Super GT-Serie. Im Rahmenprogramm werden am Wochenende ein Lexus und ein Nismo (Rennsportmarke von Nissan) starten. In weiteren Schritten sollen die Reglements der beiden Serien angepasst werden. Berger sieht in der Kooperation ein „starkes Zeichen für die Zukunft der DTM“.

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