MSV Duisburg

MSV Duisburg: Eine Rückrunde zwischen Hoffen und Bangen

Der MSV Duisburg beim Trainingslager im portugiesischen Almancil.

Der MSV Duisburg beim Trainingslager im portugiesischen Almancil.

Almancil.  Die Rückrunde startet für den MSV Duisburg mit dem Duell Bochum. Die Klubs trennt derzeit nicht nur der Tabellenplatz. Eine Bestandsaufnahme.

Im Quartier des Fußball-Zweitligisten MSV Duisburg in Portugal traf am Mittwoch eine Spitzentrainerin ein. Dianna Kokosz­ka heißt die Frau. Ihre Reputation: Sie soll eine der dynamischsten Trainerinnen der Welt im Industriebereich sein. Den abstiegsbedrohten Zebras kann sie nicht helfen. Kokoszka spricht bis Freitag im Mannschaftshotel des MSV vor Mitarbeitern aus der Immobilienbranche.

Beim MSV ist Torsten Lieberknecht für die Motivation zuständig. Dass es für drei Tage aufgrund des Kongresses mit der idyllischen Ruhe im Duisburger Quartier vorbei ist, darf den 45-Jährigen nicht vom Weg abbringen. Lieberknecht hatte vor Weihnachten nach der vierten Niederlage in Serie eine scharfe Analyse samt tiefgreifender Entscheidungen angekündigt.

MSV sortiert drei Spieler aus

Dies setzt die sportliche Leitung seit dem Trainingsstart am 3. Januar um. Auch in Portugal weht den Zebras trotz frühlingshafter Temperaturen ein rauer Wind ins Gesicht. „Ich erwarte von den Spielern, dass sie bereit sind,Verantwortung zu übernehmen“, sagt Lieberknecht. Vor der Abreise an die Algarve sortierte der MSV drei Spieler aus. Torwart Daniel Davari und die Abwehrspieler Thomas Blomeyer und Yanni Regäsel spielen in den Planungen keine Rolle mehr.

Mit Torwart Felix Wiedwald (Eintracht Frankfurt) und Offensivmann Havard Nielsen (Fortuna Düsseldorf) verstärken zwei Leihspieler bis zum Saisonende den 16. der Zweiten Liga. Zudem ist Innenverteidiger Joseph Baffoe (zuletzt Eintracht Braunschweig) als dritter Neuzugang im Wintertrainingslager dabei. Allerdings verletzte sich der 26-Jährige am Mittwoch beim 1:1 (0:0) im Test gegen Portimonense CP (MSV-Torschütze Dustin Bomheuer/54.) am Oberschenkel und musste für Untersuchungen nach Hause fliegen.

Wiedwald ersetzt Mesenhöler im Tor

Mit dem Torwartwechsel – Daniel Mesenhöler rückt hinter Wiedwald ins zweite Glied – setzte Lieberknecht das deutliche Signal, dass grundsätzlich alles beim Tabellen-16. auf dem Prüfstand steht.

„Die Mannschaft fängt an, das Ding zielgerecht anzugehen“, erkannte Lieberknecht in Portugal die Bereitschaft, den Abstiegskampf anzunehmen. Warum es über ein halbes Jahr dauerte, bis dieser Prozess in Gang kam, ist eine der zentralen Fragen.

Bis zum kommenden Dienstag will Lieberknecht mit seinen Jungs an der Algarve im taktischen Bereich arbeiten. Sportdirektor Ivica Grlic lotet derweil die Möglichkeiten auf dem Transfermarkt aus. Der finanzielle Rahmen ist äußerst eng gesteckt. Nur wenn einer der drei aussortierten Spieler kurzfristig einen neuen Verein finden würde, wäre für den MSV eine weitere Verpflichtung realistisch.

Auch da kann Dianna Kokoszka leider nicht helfen.

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