Trainingslager

Schalke bolzt Kondition – und dann: Ab in die Eistonne

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Platt wie eine Flunder: Breel Embolo nach dem Konditionstraining.

Platt wie eine Flunder: Breel Embolo nach dem Konditionstraining.

Foto: firo Sportphoto/Jürgen Fromme

Mittersill.   Die Konditionseinheit am Mittwochvormittag in Mittersill war die härteste bisher in der Sommervorbereitung. Nicht nur Embolo war platt.

Als Breel Embolo zu Boden ging, eilten zwei Physiotherapeuten herbei. Einer schüttete dem Schalker Stürmer gleich eine Flasche Wasser über den Kopf, Embolo hatte leichte Probleme mit dem Kreislauf. Diese Einheit am Mittwoch hatte geschlaucht wie noch keine in der Sommervorbereitung.

„Beiß Dich fest, Breel“

Über zwei Stunden ließ Domenico Tedesco seine Spieler trainieren. Immer wieder gab es Eins-gegen-Eins-Situationen oder Überzahlsituationen mit Torabschluss. Trainer Tedesco und Co-Trainer Peter Perchtold trieben die Spieler bei jeder Übung lautstark an. Auch Torwart und Mannschafskapitän Ralf Fährmann nutzte jede Gelegenheit, seinen Mitspielern deutlich zu machen, wie wichtig dieser Teil der Saisonvorbereitung ist. Schließlich werden während des achttägigen Trainingslagers die Akkus für die Saison aufgeladen. „Beiß Dich fest, Breel! Beiß Dich jetzt endlich fest!“, rief er quer über den Platz. Und Breel biss.

Für diese Einheit gab’s Applaus von den Fans

Zum Abschluss ließ Tedesco seine Spieler quer über den Platz sprinten. Bei einigen Läufen machte der Trainer sogar mit. „Die Lunge ist kein Problem. Nur wenn ihr muskuläre Probleme habt, könnt ihr aufhören“, rief Co-Trainer Peter Perchtold. Die Spieler hielten durch und bekamen dafür Beifall von den Fans. Schalke-Sprechchöre hallten durchs Waldstadion in Mittersill.

Domenico Tedesco bedankte sich bei jedem seiner Spieler, klatschte mit ihm ab und umarmte ihn. Das ist das, was der Coach sehen will, was er honoriert: bedingungsloser Einsatz. Guido Burgstaller verzichtete auf den Gang in die Kabine und sprang direkt in die Eistonne.

Einige waren nicht dabei

Nicht dabei waren Niklas Wiemann, Cedric Teuchert und Johannes Geis. Das Trio trainierte erneut auf dem Nebenplatz dosiert. Teuchert ist aber zuversichtlich, dass er nach der Gehirnerschütterung, die er sich am vergangenen Freitag zugezogen hatte, am Donnerstag wieder dabei ist, wenn die Mannschaft in Österreich unter Ausschluss der Öffentlichkeit trainieren wird.

Suat Serdar und Amine Harit fehlten ebenfalls. Beide Spieler werden im Trainingslager nicht mehr mit ihren Teamkollegen trainieren. Serdar hat sich eine Bänderdehnung im rechten Knie zugezogen, Harit hat laut Sportdirektor Axel Schuster einen leichten Muskelfaserriss im Oberschenkel. Nabil Bentaleb konnte nicht mittrainieren, weil er über Kniebeschwerden klagte.

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