Formel 1

Diese 18 Dinge ändern sich 2018 in der Formel 1

Ferrari-Fahrer Sebastian Vettel aus Deutschland (rechts) und Mercedes-Fahrer Lewis Hamilton.

Ferrari-Fahrer Sebastian Vettel aus Deutschland (rechts) und Mercedes-Fahrer Lewis Hamilton.

Foto: dpa

Melbourne.   Ein Heiligenschein, eine Frau im Cockpit und ein neues Gesicht als TV-Experte: In den 21 Rennen der Saison 2018 kommen auf Fahrer und Fans viele Neuerungen zu.

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Die Formel 1 startet am Sonntag (7.10 Uhr/RTL) in Melbourne neu durch - zumindest, was die Vermarktung angeht. Künftig gilt der Werbeslogan „engineered insanity“, übersetzt: konstruierter Wahnsinn. Es gibt aber beginnend mit dem Großen Preis von Australien am Sonntagmorgen auch ganz real einige Neuerungen für Fahrer und Fans.

1 Noch nie sind zwei Favoriten gegeneinander angetreten, die jeweils vier WM-Titel haben: Lewis Hamilton und Sebastian Vettel könnten am Ende des Jahres auf das Level von Juan Manuel Fangio kommen, der in den Fünfzigern übrigens jeweils für Mercedes und Ferrari siegte.

2 Auf den ersten Blick erkennt man die neue Rennwagen-Generation, denn die Cockpits haben jetzt einen Bügel, der aussieht wie bei Flip-Flops. Halo heißt dieser Kopfschutz, übersetzt: Heiligenschein.

3 Ein Monegasse ist einer von zwei Neulingen im Feld: Charles Leclerc (20) soll sich als Ferrari-Junior beim Sauber-Team bewähren, um dann möglichst schnell ins Cockpit neben Sebastian Vettel aufzurücken.

4 Red Bull bringt seine rasende Dose künftig unter dem Namen Aston Martin an den Start. Die Verbindung zu der James-Bond-Marke: Rennwagendesigner haben einen Red-Bull-Straßensportwagen namens 001 gebaut.

5 Noch eine Traditionsmarke ist zurück: Alfa Romeo. Vorerst allerdings nur als Aufkleber auf den Ferrari-Leihmotoren für Sauber.

6 Nach zehn Jahren ist der Große Preis von Frankreich wieder zurück im WM-Kalender. Er wird (wie zuletzt 1990) im südfranzösischen Ort Le Castellet stattfinden. Das Saisonfinale ist am 25. November in Abu Dhabi.

7 Achtung, die Zeitverschiebung: Start ist – bei europäischen Rennen – nicht mehr um 14 Uhr, sondern jetzt immer zehn Minuten nach 15 Uhr. Ausnahme Frankreich, da wird wegen der Fußball-WM erst um 16.10 Uhr gefahren.

8 Zweiter Neuling im Feld ist Sergej Sirotkin. Der 22 Jahre alte Russe fährt für das Williams-Team – vor allem mit Hilfe von Millionen eines Ölkonsortiums.

9 Großer Preis von Deutschland ist zurück im Kalender, der damit auf 21 WM-Läufe anwächst. Gefahren wird am Sonntag, 22. Juli, in Hockenheim. Die meisten Tickets wurden bisher an niederländische Verstappen-Fans verkauft.

10 Ausdauer wirdbelohnt: Künftig sind nur noch drei Hybrid-Motoren pro Fahrer erlaubt, macht mehr als 2100 Rennkilometer Laufleistung.

11 Eine Frau gibt es auch hinterm Steuer: Tatiana Calderón, 25, ist aber nur Entwicklungsfahrerin bei Sauber. Einen Einsatz der Kolumbianerin schließt Teamchef Frédéric Vasseur aus.

12 Alain Prost hatte seine größten Erfolge mit McLaren. Jetzt zittert der französische Renault-Botschafter um das so lange erfolglose britische Team, das künftig mit Leihaggregaten des Staatskonzerns unterwegs ist.

13 Robert Kubica ist sieben Jahre nach seinem dramatischen Rallye-Unfall zurück. Der beliebte Pole ist inzwischen 33 Jahre alt und bei Williams in der Hinterhand, falls dort die Bezahlfahrer nicht klarkommen.

14 Neue Flanken: Von derSeite betrachtet fehlt den Rennwagen etwas: das langgezogene Leitblech hinter dem Cockpit. Der Finne links und rechts trauern vor allem die Sponsoren nach – es war die ideale Litfaßsäule.

15 Nico Rosberg, der Champion von 2016, hat die Pause vom Motorsportzirkus genau ein Jahr lang ausgehalten. Jetzt wird der 32 Jahre alte Gastkommentator bei RTL. Weil aber Niki Lauda nicht so einfach zu ersetzen ist, teilt er sich den Job mit Timo Glock.

16 Toro Rosso ist nicht nur der Talentschuppen von Red Bull Racing, sondern auch das technische Testlabor. Die Italiener müssen das bislang so schwächelnde Honda-Aggregat ausprobieren.

17 Formel 1 gibt es künftig nur noch auf RTL, nicht mehr bei Sky. Man kann aber trotzdem dafür bezahlen – im Livestream von Liberty Media. (Infos unter www.formula1.com)

18 Und das, was vielen fehlen wird, politisch korrekt aber kaum jemand zugeben wird: Die Grid Girls in der Startaufstellung sind Geschichte. Stattdessen kommen jetzt die Grid Kids, die Startnummern und Nationalität anzeigen. Willkommen in der neuen Formel Familienfreundlich.

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