Leichtathletik-EM

Drittes EM-Gold: Christin Hussong siegt im Speerwurf

Europameisterin im Speerwerfen: Christin Hussong.

Europameisterin im Speerwerfen: Christin Hussong.

Foto: Getty Images

Berlin  Christin Hussong ist Europameisterin im Speerwurf. Die 24-Jährige aus Zweibrücken siegte mit der Rekordweite von 67,90 Metern.

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Speerwerferin Christin Hussong hat es Olympiasieger Thomas Röhler nachgemacht und bei der Leichtathletik-EM in Berlin ihren ersten ganz großen Titel erobert. Einen Tag nach Röhlers EM-Triumph siegte die 24-Jährige aus Zweibrücken am Freitagabend mit dem Europameisterschafts-Rekord von 67,90 Metern: Die 48 457 Zuschauer im Olympiastadion feierten die achte deutsche Speerwurf-Europameisterin der Geschichte mit tosendem Applaus.

„Ich habe gleich im Ersten alles gegeben, um die anderen ein bisschen zu schocken. Das hat ganz gut geklappt“, sagte Hussong. Es hatte sich also für sie gelohnt, dass sie in der Saisonvorbereitung zusammen mit Röhler trainiert hatte. „Ich war gestern im Stadion und hab mir das angeguckt. Das hat schon Lust gemacht. Da will man dann auch auf dem Podium stehen“, sagte die neue Europameisterin.

Gleich im ersten Versuch sorgte die Sächsin für klare Verhältnisse. Hussong warf gut sechs Meter weiter als die zweitplatzierte Tschechin Nikola Ogrodnikova (61,85). Bronze ging an die Litauerin Liveta Jasiunaite (61,59).

Nur zwei deutsche Frauen sind noch besser als Hussong

Damit sind jetzt nur zwei deutsche Frauen besser als Hussong: DLV-Rekordhalterin Christina Obergföll (Offenburg/70,20 Meter) und Steffi Nerius (68,34). Die zweimalige deutsche Meisterin übertraf den EM-Rekord der Griechin Mirela Manjani aus dem Jahr 2002 um 43 Zentimeter.

Schon in der Qualifikation hatte Hussong die Konkurrenz geschockt. Bei 67,29 Metern blieb ihr Speer im Rasen stecken. «Der Wurf war super, das zeigt mir, dass ich topfit bin», hatte Hussong nach ihrem Coup in der Qualifikation gesagt. «Ich kann es kaum glauben!» Dabei war sie vorher «unfassbar aufgeregt». Aber sie brauche diese Nervosität auch, «sonst fehlt mir die Spannung».

Die Goldmedaille hat noch eine ganz besondere Bedeutung für sie. «Es ist vielleicht meine letzte internationale Meisterschaft in Deutschland, wer weiß, wann wir noch mal eine EM oder WM in Deutschland haben», sagte die Studentin der Sportwissenschaften. Und: «Es geht hier um was.» Katharina Molitor (Leverkusen), die Weltmeisterin von 2015, war indes in der Qualifikation gescheitert. (fs/dpa)

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