Formel 1

Floyd: Hamilton kritisiert Schweigen in „weißer“ Formel 1

Der britische Formel-1-Pilot Lewis Hamilton geht auf seine Kollegen los. Er kritisiert das Schweigen im Fall des getöteten US-Amerikaners George Floyd.

Der britische Formel-1-Pilot Lewis Hamilton geht auf seine Kollegen los. Er kritisiert das Schweigen im Fall des getöteten US-Amerikaners George Floyd.

Foto: dpa

London.  Der sechsmalige Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton hat in der Diskussion um Rassismus in den USA die Motorsport-Königklasse scharf kritisiert.

Weltmeister Lewis Hamilton hat das Schweigen in der „von Weißen dominierten“ Formel 1 nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd durch Polizeigewalt in den USA kritisiert. „Ihr, die schweigt, ich sehe euch. Einige von euch sind die größten Stars, und doch bleibt ihr inmitten der Ungerechtigkeit still“, schrieb Mercedes-Pilot Hamilton in einem emotionalen Instagram-Beitrag.

Es gebe „keine Reaktion von niemanden“ in seinem Sport, der „von Weißen dominiert“ sei: „Ich bin dort einer der wenigen Farbigen und stehe allein da.“ Er befürworte ausschließlich friedlichen Protest und keine Plünderungen, der Brite sagte aber auch: „Es kann keinen Frieden geben, bis unsere so genannten Führungspersönlichkeiten einen Wandel erreichen.“

Das betreffe nicht nur die USA, sondern unter anderem auch Großbritannien. „Die Art und Weise, wie Minderheiten behandelt werden, muss sich ändern. Wir werden nicht mit Rassismus und Hass im Herzen geboren. Es wird uns von jenen beigebracht, zu denen wir aufschauen“, schrieb Hamilton. (sid)

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