Formel 1

Formel 1 distanziert sich von Ecclestones Rassismus-Aussagen

Bernie Ecclestone.

Bernie Ecclestone.

Foto: AFP

Essen.  Bernie Ecclestone hat sich zu Rassismus in der Formel 1 geäußert - und die Rennserie distanziert sich umgehend von ihrem früheren Chef.

Der langjährige Formel-1-Chef Bernie Ecclestone hat in einem Interview Aussagen getätigt, von denen sich die Formel 1 nur wenig später "unmissverständlich distanziert", wie die Könisgklasse des Motorsports in einer Mitteilung auf ihrer Homepage wissen ließ. In einem am Freitag veröffentlichten Interview des US-Fernsehsenders CNN hatte der 89-jährige Ecclestone unter anderem gesagt: „In vielen Fällen sind Schwarze rassistischer als Weiße.“ Als Erklärung für seine zweifelhafte Aussage führte Ecclestone Dinge an, die ihm „im Laufe der Jahre aufgefallen sind“. Dass Statuen im Zuge der Black Lives Matter-Demonstrationen demontiert wurden, bezeichnete er als „völlig dumm“.

Den Einsatz von Weltmeister Lewis Hamilton gegen Rassismus hatte Ecclestone zwar gelobt, er sieht aber keine Diskriminierung schwarzer Menschen in der Rennserie. „Diese letzte Kampagne, die er [Hamilton] für schwarze Menschen macht, ist wunderbar“, sagte Ecclestone. „Nein, überhaupt nicht“, antwortete er anschließend auf die Frage, ob er die Formel 1 als rassistisch empfinde.

"Stimmen überhaupt nicht mit den Aussagen überein"

Hamilton hat in den vergangenen Wochen immer wieder öffentlich die „Black-Lives-Matter“-Bewegung unterstützt. Zudem warf er der Formel 1 vor, ein „von Weißen dominierter“ Sport zu sein und gründete eine Kommission, die mehr schwarzen Menschen den Weg in die Formel 1 ebnen soll. Mercedes und eine Reihe von Fahrerkollegen solidarisierten sich mit Hamilton. In der vergangenen Woche verkündete die Formel 1 außerdem die Gründung einer Initiative, die unter dem Motto #WeRaceAsOne unter anderem Rassismus und Ungleichheit bekämpfen soll.

Die Aussagen Ecclestones hätten keinen Platz in der Formel 1 oder der Gesellschaft, ließ die Formel1 verlauten. „In einer Zeit, in der Einigkeit gefordert ist, um Rassismus und Ungleichheit zu attackieren, stimmen wir überhaupt nicht mit den Aussagen von Bernie Ecclestone überein.“ Die Rennserie betonte, Ecclestone habe nach seinem Abschied 2017 keine Rolle mehr in der Formel 1 gespielt, seinen Ehrentitel als emeritierter Vorsitzender habe er seit Januar 2020 nicht mehr. (Gold/sid)

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