Leichtathletik-WM

Leichtathletik-Verband schickt seine Stars in die Wüste

Weitspringerin Malaika Mihambo in Berlin.

Weitspringerin Malaika Mihambo in Berlin.

Foto: Getty

Essen.  Weitspringerin Malaika Mihambo sowie die deutschen Speerwerfer führen das deutsche Aufgebot für die WM in Katar an.

Der deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) hat entschieden – und schickt weitere 39 Athleten in die Wüste. Genauer: nach Doha, Hauptstadt Katars. Dort findet vom 27. September bis 6. Oktober die Weltmeisterschaft statt. Bereits vorab hatte er die Mehrkämpfer sowie die Geher nominiert.

Nominierung während der Team-EM

Die Nachricht über ihre Nominierung erreichte einige der nun Benannten im polnischen Bydgoszcz, wo die Team-EM stattfindet. Deutschland ist Titelverteidiger und mit vielen Top-Athleten angereist.

Darunter die zur Kapitänin benannte Christina Schwanitz (LV 90 Erzgebirge). Die Kugelstoßweltmeisterin von 2015 steht ebenso auf der Liste des DLV wie Malaika Mihambo (LG Kurpfalz).

Nachdem die 27-Jährige bei der Deutschen Meisterschaft am vergangenen Wochenende in Berlin mit 7,16 Metern den Titel gewonnen hatte, fährt Mihambo als derzeit beste Weitspringerin der Welt in die Wüsten-Metropole. Einen zusätzlichen Start über die 100 Meter, mit denen sie geliebäugelt hatte, gibt es aber nicht: Der DLV hat die drei möglichen Plätze an Tatjana Pinto (LC Paderborn), die Soesterin Gina Lückenkemper (SSC Berlin) und Lisa-Marie Kwayie (Neuköllner SF) vergeben. Pinto ist wie Kwayie auch über die 200 Meter dabei.

Als Topfavoriten fahren neben Mihambo auch die deutschen Speerwerfer zur WM – nominiert sind Andreas Hofmann (MTG Mannheim), Thomas Röhler (LC Jena) und Bernhard Seifert (SC Potsdam). Titelverteidiger Johannes Vetter (LG Offenburg) erhält eine Wildcard. Da Hofmann als derzeit zweitbester Speerwerfer der Welt zur WM fährt und mit Röhler sowie Vetter immer zu rechnen ist, sind sogar mehrere Medaillen möglich.

Noch Zeit bis zum 6. September

Konstanze Klosterhalfen (Bayer Leverkusen), Halterin des deutschen Rekords über 5000 Meter, ist über diese Strecke sowie über die 1500 Meter nominiert. Was sie laufen wird, entscheidet sie kurzfristig.

Neben der 22-Jährigen haben es vier weitere Athleten aus Nordrhein-Westfalen ins Aufgebot geschafft – darunter Manuel Sanders von der LG Olympia Dortmund für die 4x400-Meter Mixed-Staffel.

Bis zum 6. September hat der DLV Zeit, seine letzten Plätze zu vergeben. Eine Chance für Diskus-Ass Daniel Jasinski (TV Wattenscheid), sollte er die Norm knacken. Denn es ist noch ein Platz frei. Olympiasieger Christoph Harting fehlt trotz Norm, aber nach Querelen mit dem Verband und Rückenbeschwerden im aktuellen Aufgebot.

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