Doping

Leichtathletikverband stellt Russen ein Ultimatum

Es läuft unter seiner Regie: IAAF-Präsident Sebastian Coe

Es läuft unter seiner Regie: IAAF-Präsident Sebastian Coe

Foto: Foto: Michael Kappeler / dpa

Monaco/Essen.  Beschlossener Ausschluss russischer Leichtathleten durch den internationalen Verband wird nur vorerst bis 15. August ausgesetzt.

Das Exekutiv-Komitee des internationalen Leichtathletics, der „World Athletic Council“, hat dem russischen Landesverband (Rusaf) ein neues, entschiedeneres Ultimatum gestellt. Wenn die Russen, so beschloss das Gremium, ausstehende Strafen in Höhe von über fünf Millionen Euro wegen vergangener Dopingvergehen nicht bis zum 15. August bezahlen, startet automatisch der Prozess der Suspendierung, teilte der Verband auf seiner Webseite mit.

Machtkampf mit Russland

Der Machtkampf mit dem russischen Verband, der bereits ein Ultimatum hatte verstreichen lassen, geht damit in die nächste Runde: Faktisch hat der Weltverband jetzt wegen des staatlich organisierten Dopings den Ausschluss des russischen Leichtathletikverbandes beschlossen, aber noch einmal bis zum 15. August ausgesetzt. Dann soll ein Sonderkongress einberufen werden, der „so schnell wie möglich“ über den Ausschluss abstimmt – und sei es in Corona-Zeiten virtuell.

Der Verband um WA-Präsident Sebastian Coe, der sich erneut „enttäuscht“ über den mangelnden Reformwillen des russischen Verbandes äußerte, stellte in seiner Mitteilung, auch klar, dass russische Athleten künftig auch unter neutraler Flagge nicht mehr an internationalen Leichtathletik-Wettkämpfen teilnehmen dürften. (jk)

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