Tennis

Marterer fordert im French-Open-Achtelfinale Nadal heraus

Er will Rafael Nadal stürzen: Maximilian Marterer.

Er will Rafael Nadal stürzen: Maximilian Marterer.

Foto: imago

Paris.  Der 22-jährige Maximilian Marterer trifft am Montag im French-Open-Achtelfinale auf Rafael Nadal. Bisher war er für Nadal nur Sparringspartner.

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Im letzten Jahr hatte Maximilian Marterer irgendwann genug von der etwas größeren Welt des Tennis. Als er bei den US Open zum 14. Mal hintereinander ein Erstrundenmatch auf der ATP-Tour und bei Grand Slams verloren hatte, beschloss der Nürnberger einen vorübergehenden Rückzug. Fortan versuchte er wieder sein Glück auf überschaubaren Bühnen, bei den Challenger-Wettbewerben.

Er wollte einfach wieder das Gefühl des Gewinnens spüren und nicht mit den Meldungen über das werweißwievielte Scheitern konfrontiert werden. Tatsächlich gelang das Experiment des kontrollierten Abstiegs, Marterer siegte wieder regelmäßiger, tankte Selbstbewusstsein. Entsprechend stolz ist der 22-Jährige gerade, wenn er auf das Geleistete bei den French Open zurückblickt und an den Höhepunkt seiner Karriere denkt, den er heute erleben wird: Im Achtelfinale wartet kein anderer als Rafael Nadal, der zehnmalige Champion.

Sprung in der Weltrangliste

Eine Aufgabe, eine Herausforderung, die nicht größer sein könnte im Tennis. Nadal herrscht im roten Sand von Roland Garros mit unbarmherziger Siegeslust. „Ich gebe mein Bestes. Dann muss man sehen, wozu es reicht“, sagt Marterer. Nach den French Open könnte der 70. der Weltrangliste in die Top 50 vorrücken. Wichtige Siege wie gegen das kanadische Talent Denis Shapavalov und den Esten Jürgen Zopp in der dritten Runde hat er schon gefeiert – gegen Nadal ist es das Match des Lebens für Marterer.

Dabei ist der junge Deutsche längst kein Unbekannter für den Spanier, schon oft diente Marterer dem Großmeister in Juniorenzeiten als Sparringspartner. Vor allem, wenn Nadal Spiele gegen einen Linkshänder simulierte. Auch Marterer erledigt seine Arbeit mit links, er spielt durchaus ähnlich wie Nadal, nur nicht mit dieser unheimlichen Wucht. Heute stehen sie sich jedoch nicht im Training auf dem Platz gegenüber, sondern im Kampf um die Viertelfinal-Teilnahme. „Es ist schön“, sagt Marterer, „dass ich mir diese Chancen jetzt erarbeitet habe.“

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