Wintersport

Snowboard-Ass Selina Jörg geht in Winterberg volles Risiko

Selina Jörg mit Olympia-Silber 2018 in Pyeongchang.

Selina Jörg mit Olympia-Silber 2018 in Pyeongchang.

Foto: dpa

Winterberg.  Beim abschließenden Weltcup am Samstag in Winterberg hat die Olympia-Zweite Selina Jörg noch Chancen auf den Gesamtsieg.

Selina Jörg drückt ihre Hand prüfend in den Schnee. „Auf den ersten Blick sieht es gut aus – und es fühlt sich auch so an“, sagt sie und lässt ihren Expertenblick langsam quer über den Nordhang des Poppenbergs mit seiner breiten Skipiste streifen. Dabei zwinkert die 31-Jährige immer wieder mit den Augen. Der weiße Schnee, der helle Sonnenschein – eine Sonnenbrille wäre ein gutes Accessoire.

In dieser partiellen Winterlandschaft in Winterberg wird das Weltcupfinale der Snowboarder im Parallel-Slalom ausgetragen. An diesem Samstag könnte Jörg, Olympia-Zweite von Pyeongchang 2018, sogar noch nach dem Gesamtweltcupsieg greifen. Wenn sie ihren Vorjahressieg wiederholt und die Konkurrenz, speziell die Tschechin Ester Ledecká, nicht allzu viele Punkte holt.

Mehrere Kandidaten auf den Sieg

„Ich gehe volles Risiko“, erzählt die Athletin des SC Sonthofen. Aktuell liegt sie auf Rang drei der Gesamtwertung. Selina Jörg: „Es muss schon alles zusammenpassen, damit das noch klappt.“ Nicht nur bei den Damen sind durch Jörg, Cheyenne Loch oder Ramona Hofmeister potenzielle Siegerinnen am Start, gleiches gilt bei den Herren für Stefan Baumeister, der vor zwei Jahren in Winterberg siegte.

„Nimmt man alle Ergebnisse zusammen, stellen wir in dieser Weltcup-Saison das stärkste Team“, sagt Hanns-Michael Hölz, der Präsident von Snowboard Germany. In Winterberg beim Heimweltcup soll es dementsprechend weitere Erfolge zu feiern geben. Im Einzelwettbewerb und im Teamwettbewerb, der am Sonntag die Saison beendet.

Doch nicht nur die sportlichen Erfolge zählen. An diesem Wochenende geht es für die Funktionäre auch um das Werben für das Skigebiet Winterberg. Hier, und nicht in den deutlich höheren Alpen, tragen die Snowboarder ihr Weltcupfinale aus. Das soll auch so bleiben. „Die Lifte laufen bis zum 31. März“, sagt Winterbergs Tourismusdirektor Michael Beckmann. Dank Millionen-Investitionen in künstliche Beschneiung natürlich – aber am Ende zählt das Ergebnis. Wie im Sport.

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