Hockey

Uhlenhorst Mülheim verteidigt Feldhockey-Titel der Herren

Spieler von Uhlenhorst Mülheim mit dem Symbol der Meisterschaft

Spieler von Uhlenhorst Mülheim mit dem Symbol der Meisterschaft

Mülheim.  Rekordmeister Mülheim setzt sich im Endspiel um die deutsche Meisterschaft beim Final Four in Krefeld gegen den Mannheimer HC mit 5:4 durch.

Lukas Windfeder presste sich einen Eisbeutel auf die linke Schulter, auf der sich ein hühnereigroßes Hämatom abzeichnete. Die Schmerzen jedoch, die ein quergeschlagener Ball verursacht hatte, linderte nicht die Kühlung, sondern das süße Gefühl des Sieges. Mit 5:4 (4:2) hatte Windfeder mit Uhlenhorst Mülheim auf der Krefelder Gerd-Wellen-Anlage das Endspiel um die deutsche Feldhockeymeisterschaft gegen den Mannheimer HC gewonnen und damit den im vergangenen Jahr an selber Stelle geholten Titel erfolgreich verteidigt. „Schmerzen vergehen, aber Ruhm bleibt“, sagte Windfeder, nachdem er mit der gut 400 Köpfe zählenden Fankurve gefeiert hatte.

Einstellung als Erfolgsrezept bei Mülheim

Die Einstellung, sich mit aller Konsequenz in jeden Ball hineinzuwerfen, machte Omar Schlingemann für den erneuten Triumph verantwortlich. „Es ist sensationell, was die Jungs heute investiert haben“, sagte der HTC-Cheftrainer, der den insgesamt 18. Titel des Feld-Rekordmeisters als den besten Beweis für die herausragende Jugendarbeit und den Zusammenhalt im Club wertete. „Das Herz und der Einsatzwille sind die Dinge, die solche Erfolge wie heute erst möglich machen“, sagte der 41-Jährige.

Dass die „Uhlen“, die die Europapokalteilnahme bereits mit der Hauptrundenmeisterschaft perfekt gemacht hatten, die spielstärkste Mannschaft der Liga sind, hatten sie am Sonnabend beim 5:2 gegen den Uhlenhorster HC aus Hamburg unter Beweis gestellt. Gegen die giftigen, im vierten Viertel unablässig anrennenden Mannheimer zeigten sie, dass auch ihre Kampfstärke als meisterhaft bewertet werden muss. Einen 0:2-Rückstand durch einen Doppelschlag von Gonzalo Peillat und Guido Barreiros in Minute 17 drehten Jan Schiffer (18.), Malte Hellwig (22., Ecke) und Kapitän Tobias Matania (27., Ecke/30.) noch vor der Pause in ein 4:2. Peillats Anschlusstor (38., Ecke) konterte Julius Meyer (41.) mit dem 5:3, und mehr als das 5:4 durch Lucas Vila (45.) ließ die Defensive um Keeper Lennart Küppers nicht mehr zu.

Trainer Schlingmann: "Es gibt viel zu tun, aber heute sind wir Meister und feiern“

„Es ist ein wahnsinniges Gefühl, diesen Titel zum zweiten Mal hintereinander zu holen. Vor allem, weil wir in diesem Jahr die Favoritenrolle hatten und diesem Druck super standgehalten haben“, sagte Matania. Schlingemann blickte nur kurz auf das voraus, was er in der kommenden Saison zu verbessern gedenkt. „Wir haben vier Tore kassiert und einige Fehler gemacht. Es gibt viel zu tun, aber heute sind wir Meister und feiern“, sagte er.

Dass die Endrunde zu einem Doppeltriumph für die Westteams wurde, verhinderten die Damen des Clubs an der Alster aus Hamburg, die den Düsseldorfer HC im Penaltyschießen mit 4:2 besiegten und damit ebenfalls ihren Titel erfolgreich verteidigten.

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