Boulder-Disziplin

Top-Kletterer Flohé kritisiert Routen bei EM

Der deutsche Kletter Yannick Flohé scheiterte beim Bouldern im Halbfinale.

Der deutsche Kletter Yannick Flohé scheiterte beim Bouldern im Halbfinale.

Foto: Angelika Warmuth/dpa/Archivbild

München. Deutschlands Top-Kletterer Yannick Flohé hat die Routen-Auswahl in der Boulder-Disziplin bei den Europameisterschaften heftig kritisiert.

«Das war ein einziger Haufen Scheiße», sagte der 23 Jahre alte Essener. Europas bester Boulderer war am Vortag in seiner Paradedisziplin überraschend im Halbfinale gescheitert. «Ich hab das Finale gesehen und dachte: "Gut, dass ich nicht dabei war"», berichtete der DAV-Athlet, der die Griffabfolge als zu schwierig und teilweise «nicht wettkampftauglich» empfand.

Im Halbfinale mussten die 20 Kletterer insgesamt vier Routen durchsteigen. Ziel ist es jeweils, bis zum sogenannten Top, dem höchsten Griff an der 4,5 Meter hohen Wand, zu kommen. «Eine Strecke hätte man komplett rausschrauben können, weil die keiner getopt hat», meinte Flohé. Auch im Finale gab es eine Strecke, bei der die Athleten nicht einmal zum leichteren Zonengriff in der Mitte der Route kamen. «Die gesamte Boulder-Runde war einfach zu schwer geschraubt», sagte auch Kletterer Alexander Megos.

© dpa-infocom, dpa:220814-99-384023/2 (dpa)

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