Kommentar

Wieder ein Todesfall beim Boxen: Lieber ein Abbruch mehr

Schwer gezeichnet, fatal getroffen. US-Boxer Patrick Day (r.) beim Kampf gegen Charles Conwell.

Schwer gezeichnet, fatal getroffen. US-Boxer Patrick Day (r.) beim Kampf gegen Charles Conwell.

Foto: Jon Durr-USA TODAY Sports

Essen.  US-Profiboxer Patrick Day erlag seinen schweren Kopfverletzungen. Die Kämpfer müssen besser geschützt werden. Ein Kommentar.

Im Juli verstarb der russische Profiboxer Maxim Dadaschew vier Tage nach seinem K.o. in Las Vegas. Im September erlitt der Bulgare Boris Velischkow bei einer Boxnacht in Albanien schwere Kopfverletzungen, die zu seinem Tod führten. Und jetzt erlag Patrick Day in Chicago seinen Hirnverletzungen, nachdem er vier Tage zuvor in der zehnten Runde bewusstlos zusammengebrochen war. Drei Todesfälle in drei Monaten. Es ist Zeit, die Maßnahmen zu überprüfen, die die Gesundheit der Profiboxer schützen sollen.

Richtige Konsequenz eines Boxfunktionärs

Es ist richtig und wichtig, dass Thomas Pütz, Präsident des Bundes Deutscher Berufsboxer, nun ankündigte, die Problematik bei einem Internationalen Kongress zu erörtern. Schwere Verletzungen und selbst tragische Todesfälle sind im Boxen nicht auszuschließen. Das wissen die Kämpfer, wenn sie sich für diesen Sport entscheiden.

Die Trainer sind in der Verantwortung

Noch mehr medizinische Tests sind nötig, noch mehr Schutzsperren nach schweren Niederlagen. Die Verantwortung der Ringrichter und der Trainer ist groß. Lieber ein Abbruch zuviel, auch wenn die Fans buhen. Und wenn der Boxer – wie zuletzt Dadaschew nach unfassbaren 260 kassierten Treffern – nicht aufgeben will, muss der Trainer handeln. Das Handtuch dient nicht nur zum Schweiß-Abputzen.

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