Jubiläum

100 Jahre Franziskanerinnen in Beringhausen

Ein Kindergarten gehörte bis 1953 zu den Einrichtungen der Franziskanerinnen in Beringhausen. Vermutlich aus den 1940er Jahren stammt dieses Foto einer Schwester, die mit den Kindern wohl auf dem Weg zu einem Kinderschützenfest ist, worauf die Schärpen bei einigen Kindern hindeuten.

Ein Kindergarten gehörte bis 1953 zu den Einrichtungen der Franziskanerinnen in Beringhausen. Vermutlich aus den 1940er Jahren stammt dieses Foto einer Schwester, die mit den Kindern wohl auf dem Weg zu einem Kinderschützenfest ist, worauf die Schärpen bei einigen Kindern hindeuten.

Foto: Franzikanerinnen Salzkotten

Beringhausen.   Seit 100 Jahren sind die Franziskanerinnen in Beringhausen. Früher gab es Koch- und Nähkurse und einen Kindergarten.

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Seit 1919 zählt Beringhausen zu den Filialen der Kongregation der Franziskanerinnen Salzkotten. Mit der Genehmigung des Bischofs von Paderborn wurde das Gut Suden damals auf die Kongregation übertragen. Dieses Jubiläum feiern die Ordensschwestern am Sonntag, 16. Juni.

Grundsteinlegung 1919

Die Anfänge der Filiale in Beringhausen gehen bis ins Jahr 1916 zurück. Damals erhielt die Oberin der Kongregation einen Brief, in dem ein Pfarrer Gallus hochachtungsvoll „um eine Besprechung wegen einer eventuellen Schwesterniederlassung für unsere Gemeinde“ bat. In Gesprächen legte der Pfarrer dar, dass Anton Suden ein Haus verkaufen wolle und dieses sich hervorragend als Erholungsheim für Schwestern eigne. Gleichzeitig war es sein Wunsch, eine Schwesternniederlassung in seiner Gemeinde zu haben, verbunden mit ambulanter Krankenpflege und, wie es damals hieß, einer „Bewahr- und Nähschule“.

Zunächst ruhte die Angelegenheit zwei Jahre lang. Aber Pfarrer Gallus sprach 1918 wieder vor und hatte Erfolg. In der Chronik heißt es: „... die Arbeiter schafften fleißig, so konnte schon am 1. September 1919 der Grundstein gelegt werden, ebenfalls für die Errichtung eines Kindergartens und einer Nähschule.“

1920 lernten junge Frauen aus der Gemeinde für den eigenen Bedarf zu nähen. Zehn Frauen nutzten die Gelegenheit. Auch die Kochkurse standen hoch im Kurs. Die Schwestern hatten Fuß gefasst und die Bevölkerung nahm alle Angebote dankbar an. Auch Exerzitienschwestern kamen nach Beringhausen, um geistlich aufzutanken. Fürsorgeschwestern aus dem Umkreis wurden zu Vorträgen eingeladen.

In den 1920er Jahren gehörten die Franziskanerinnen zu den ersten Ordensgemeinschaften, die den Bedarf an Erholung für ihre Schwestern erkannten. Dazu heißt es in einem Schreiben der damaligen Oberin: „Es soll angestrebt werden, dass nach Möglichkeit jede Schwester 14 Tage pro Jahr Erholung in den sauerländischen Bergen findet. Die Erholung für die abgearbeiteten Schwestern, welche zum größten Teil in der Kranken- und Jugendpflege beschäftigt sind, ist eine dringende Notwendigkeit.“

Unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg wurden in dem Haus dann Flüchtlinge und Vertriebene sowie später Kranke und Wöchnerinnen versorgt. Danach diente es wieder als Erholungs- und Exerzitienheim für die Schwestern.

Der Kindergarten wurde 1953 geschlossen, aber die Franziskanerinnen blieben in Beringhausen. 1971 wurde ihr Haus zu einem Altenheim mit 42 Einzelzimmern umgebaut. Als das Gebäude nicht mehr dem geforderten Standard entsprach, entschlossen sich die Franziskanerinnen, es noch einmal ganz neu zu bauen. 2010 konnte auf dem Gelände der moderne Ersatzneubau des Altenheims St. Franziskus mit 60 Einzelzimmern bezogen werden.

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