Soziales

Ehrenamt bei der Caritas – 120 „Helfer mit Herz“ in Olsberg

Mitglieder der Caritas-Konferenz Olsberg-Bigge

Mitglieder der Caritas-Konferenz Olsberg-Bigge

Foto: Joachim Aue

Olsberg  Sie kümmern sich um den Warenkorb, den Kleidershop und springen ein, wo in Olsberg Hilfe nötig ist. Da gibt es einiges zu tun.

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Was wären unsere Städte und Gemeinden ohne die Caritas? Und wo und wem hilft sie? Eine Antwort gaben jetzt die Vorsitzenden der Caritas-Konferenzen im Pastoralverbund Bigge-Olsberg im St. Martinus-Pfarrheim.

Immerhin gibt es in zehn von zwölf Pfarrgemeinden in der Stadt Olsberg eine Caritas, wie sie allgemein genannt wird. Darin engagieren sich insgesamt 120 Mitarbeiterinnen und auch einige Mitarbeiter, ehrenamtlich versteht sich. Sie helfen unter anderem im Warenkorb und im „Kleidershop“, in der Seniorenarbeit, sind in der Altenheimhilfe tätig und unterhalten einen Besucherdienst. Mitunter gewähren sie auch Einzelfallhilfe, wenn Not am Mann, Frau und Kind ist. Dabei bleibt natürlich alles Besprochene zwischen den Betroffenen und den Mitarbeitern der Caritas Dank der Verschwiegenheit, die eines der obersten Gebote bei der Bewältigung der vielfältigen Aufgaben ist.

Auf Spenden und Mitgliedsbeiträge angewiesen

Dazu gehört auch die Haussammlung der Caritas-Konferenzen Deutschland (CKD). Zweimal im Jahr gehen die Mitarbeiterinnen in ihren Bezirken von Haus zu Haus und sammeln Spenden, um im Bedarfsfall Unterstützung leisten zu können. Die Spenden und die Mitgliedsbeiträge sind die einzige Einnahmequelle der Caritas, denn seitens der öffentlichen Hand sind keine finanziellen Mittel zu erwarten. Allerdings muss das Geld zunächst an den Caritasverband Brilon weitergeleitet werden, der auf Wunsch auch Spendenquittungen ausstellt.

Anschließend gehen 70 Prozent zurück an die örtlichen Caritas-Konferenzen, die restlichen 30 Prozent werden fast ausschließlich für regionale Projekte verwandt. Und nicht für den Verwaltungsaufwand, wie Uli Schilling, der Koordinator für das Ehrenamt beim Caritasverband in Brilon einräumt.

„Während im Umland noch alle Bezirke für die ehrenamtlichen Tätigkeiten mit Mitarbeiterinnen besetzt werden können, sind in der Kernstadt einige Bezirke vakant“, berichtet die langjährige Vorsitzende von St. Martinus Bigge und jetzige CKD-Regionalvorsitzende im Raum Bigge-Medebach, Anne Bartholome. Daher sei nicht nur in Olsberg und Bigge jeder herzlich willkommen, der ehrenamtlich mitmachen möchte. Das gelte besonders für jüngere Generationen.

Thema Armut im Fokus

Erst im letzten Oktober hatten sich die Vorsitzenden getroffen und sich zum Thema „Armut“ ausgetauscht. „Armut ist ganz nah an uns dran“, so Iris Peters, die Bigger Caritas-Vorsitzende. Sie weiß wovon sie spricht, denn mit der Armut wird sie oft genug als Leiterin des „Kleidershops“ konfrontiert.

Aber wie kann diese Armut aufgespürt werden? „Wer vielleicht durch Arbeitslosigkeit oder längere Krankheit in finanzielle Schwierigkeiten geraten ist, trägt es selten nach Außen“, sagt Uschi Becker von der Olsberger Caritas. Da könnten die „stillen Dienste“ der Caritas unbürokratische Hilfe leisten und aus der Klemme helfen. „Nur wissen müssen wir es“, erklärt Bartholome.

Oft genüge ein diskreter Hinweis vielleicht aus der Nachbarschaft, der Schule oder dem Kindergarten. In Zeiten des Datenschutzes eventuell auch anonym an die Caritas Mitarbeiterin im Bezirk, die Vorsitzenden oder das Pfarrbüro, damit die Caritas helfen kann.

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