Jugendschutz

122 Kinder im HSK in Obhut genommen

122 Kinder wurden 2018 im HSK in Obhut genommen, weil die familiäre Situation sehr schwierig war. Das Symbol-Bild zeigt ein kleines Mädchen, das weinend auf dem Fußboden in seinem Zimmer sitzt.

122 Kinder wurden 2018 im HSK in Obhut genommen, weil die familiäre Situation sehr schwierig war. Das Symbol-Bild zeigt ein kleines Mädchen, das weinend auf dem Fußboden in seinem Zimmer sitzt.

Foto: Patrick Pleul / dpa

Hochsauerlandkreis.  Seit 2013 hat sich im HSK die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die in Obhut genommen wurden, fast verdoppelt. 2018 gab es 122 Fälle.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Für 122 Kinder und Jugendliche (58 Jungs, 64 Mädchen) haben die Jugendämter im HSK im Jahr 2018 Schutzmaßnahmen ergriffen. Das waren zehn Kinder mehr als im Jahr 2017. Das geht aus einer jetzt veröffentlichten Statistik des Landesamtes Information und Technik NRW hervor. Schutzmaßnahmen (Inobhutnahmen) werden vom Jugendamt durchgeführt, wenn ein unmittelbares Handeln zum Schutz von Minderjährigen in Eil- und Notfällen als geboten erscheint.

Gefährdung der Kinder

In 56 Fällen stammen die Kinder und Jugendlichen aus Familien mit Migrationshintergrund, in denen mindestens ein Elternteil ausländischer Herkunft ist. 68 der 122 Kinder waren im Alter von unter 14 Jahren, 54 von ihnen waren zwischen 14 und 17 Jahre alt. In 18 Fällen erfolgte die Maßnahme auf eigenen Wunsch, in 104 Fällen wegen Gefährdung. Anlass für die Maßnahme war bei 48 Kindern/Jugendlichen eine Überforderung der Eltern. In weiteren 16 Fällen handelte es sich um unbegleitete Einreisen aus dem Ausland. Bei 14 jungen Menschen waren Beziehungsprobleme der Eltern der Anlass.

Im HSK hat sich die Zahl der Inobhutnahmen seit 2013 von 63 auf 122 fast verdoppelt.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben