Aktion Steckbrief

2000 Euro Belohnung für Hinweise auf Vandalismus in Brilon

Unbekannte haben die wuchtige 12. Station des Kreuzwegs am Kalvarienberg umgestoßen. Außerdem brachen sie von der 10. Station das Kreuz ab. Am Donnerstag, 11. Juli, wurde der Vorfall der Polizei gemeldet.

Unbekannte haben die wuchtige 12. Station des Kreuzwegs am Kalvarienberg umgestoßen. Außerdem brachen sie von der 10. Station das Kreuz ab. Am Donnerstag, 11. Juli, wurde der Vorfall der Polizei gemeldet.

Foto: Privat

Brilon.  Die Briloner „Aktion Steckbrief“ hat sich der Beschädigung des Kreuzwegs am Kalvarienberg angenommen. Was steckt eigentlich hinter der Aktion?

Die „Aktion Steckbrief HSK“ hat 2000 Euro für Hinweise auf die Personen ausgesetzt, die in der vergangenen Woche zwei Stationen auf dem historischen Kreuzweg am Kalvarienberg beschädigt haben. Wie berichte, war die 12. Station komplett umgeworfen worden, an der 10. Station hatten die Unbekannten das steinerne Kreuz abgeschlagen.

Der Kreuzweg stammt aus dem Jahr 1865 und steht seit Mitte der 80er Jahre unter Denkmalschutz.

„Hier geht es nicht nur um einen unglaublichen Angriff auf katholische Symbole“, sagt Josef Mühlenbein, Rechtsanwalt in Brilon und einer der Initiatoren der „Aktion Steckbrief HSK“. Weil der Kreuzweg unter Denkmalschutz stehe, sei „auch ein öffentliches Interesse“ gegeben.

In der Szene für Unruhe sorgen

In der „Aktion Steckbrief“ haben sich Briloner Bürger zusammengeschlossen, um die Arbeit der Polizei zu unterstützen, die Solidarität zwischen Polizei, Bevölkerung und Opfer zu stärken und bei Tätern „für die Zukunft Angst, auch vor Informanten“ zu erzeugen, wie es auf der Homepage heißt. Josef Mühlenbein selbst hat die Aktion schon geholfen: Der Mann, der sein am Bahnhof Brilon-Wald abgestelltes Auto im Alkoholrausch mutwillig zerkratzt hatte, wurde ermittelt und bei einer Zugfahrt festgenommen: Es wurde per Haftbefehl gesucht. Den Wagen des Anwalts hatte er sich nicht gezielt ausgesucht, er stand lediglich zum falschen Zeitpunkt am falschen Fleck.

Die Auszahlung der ausgelobten Belohnung ist an die Verurteilung des Täters gekoppelt. Mittäter können das Geld nicht erhalten, wohl aber Mitwisser aus der Szene. Eine ausgelobte Belohnung, so Anwalt Mühlenbein, „kann da schon mal Unruhe verbreiten“. Mehr auf www.steckbrief-hsk.de

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