Abnehmen

80 Kilo weg bei Abnehm-Challenge im Injoy Olsberg

Abnehm-Challenge 2019 im Injoy Olsberg.: v.l. Hertha Kieseheuer, Studioleiterin Jutta Tuss, Martina Cieslak und Meinolf Teutenberg.

Abnehm-Challenge 2019 im Injoy Olsberg.: v.l. Hertha Kieseheuer, Studioleiterin Jutta Tuss, Martina Cieslak und Meinolf Teutenberg.

Foto: Sonja Funke

Olsberg.   Die 30 Teilnehmer haben 80 Kilo abgespeckt, für jedes davon bekommt die Jugendfeuerwehr drei Euro. Wir geben Tipps, wie Abnehmen gelingen kann.

Vier Teilnehmer, die gemeinsam nun 17 Kilo weniger haben, erzählen von ihren Abnehm-Erfahrungen. Einige haben mit Ernährungsumstellung abgespeckt, andere auf so genannte Nährstofftabs zurückgegriffen, die dritte Gruppe kombinierte beides. Die vier Befragten verraten ihre ganz eigenen Wege zum Erfolg.

30 Teilnehmer verlieren insgesamt 80 Kilo

Stolze 80 Kilogramm bringen die insgesamt 30 Teilnehmer nun weniger auf die Waage, davon profitiert die Jugendfeuerwehr Bigge-Olsberg, die pro Kilo drei Euro Spende bekommt. Sechs Wochen lang lief die „Abnehm-Challenge“ im Fitness-Studio Injoy Olsberg. „Es ist ganz klar aufgefallen, wer den Schritt geschafft hat, seine Ernährung konsequent umzustellen, der hat die meisten Erfolge gehabt“, zieht Jutta Tuss, Leiterin des Injoys, ein Resümee zur Challenge.

Für alle galt: Muskeltraining und Ausdauersport gehörten unbedingt dazu. Wer sich komplett von Tabs (höchstens über drei Wochen) ernährte, der verzehrte 1000 Kalorien am Tag in Form von stündlich einem „ultradichten Nährstofftab“, das z.B. getrocknetes Obst und vieles mehr enthält. Eben 100 Prozent der Nährstoffe, die der Körper braucht. Diese Tabs schmecken etwa wie ein salzigsüßsaures großes Kaubonbon mit ganz viel Getrocknetem drin, z.B. entwässerter Rohkost, Erbsenprotein, Reissirup, Kokospulver. Alles gibt’s u.a. mit Erdbeer-, Kaffee- oder auch Weiße-Schokolade-Geschmack.

Erste Abnehmerfolge mit Tabs als Impuls für mehr

„Die Tabs stupsen den Stoffwechsel an und man kommt gut an die Fettzellen, weil der Körper alle Nährstoffe erhält, obwohl er kalorienreduziert ernährt wird“, erklärt Jutta Tuss die Vorteile dieser „Tagesration für gewichtskontrollierende Ernährung“, nach Angaben des Infoflyers eine gesetzlich regulierte und streng geprüfte Lebensmittelkategorie. Teilnehmer nutzen sie auch, um sich selbst einen ersten Impuls zur Umstellung der Nahrung und mehr Training zu geben.

Vier Beispiele für ganz unterschiedliche Wege

Vier Beispiele zeigen, wie unterschiedlich die Wege sein können:
-4,9 Kilo: Meinolf Teutenberg (55): „Ich habe acht Wochen lang Disziplin beim Training und Essen gezeigt.“ Speziell abends gab es keine Kohlenhydrate und nichts Süßes. „Da habe ich dann halt mal Kohlrabi oder Möhren geknabbert, das geht auch.“ Die ersten Tage seien schlimm gewesen, „aber wenn man dann merkt, dass man Fortschritte gemacht hat, zahlt sich das aus und man macht weiter.“ Immer schon hat er Ausdauersport bis hin zum Marathon gemacht, im Moment traut er sich wegen seiner 103 Kilo nicht, zu laufen. „Das ist mein Ziel, es müssen wieder 95 werden.“ Doch Stück für Stück. So sei es auch beim Ausdauersport. „Man kommt in einen Rhythmus, der in den Tagesablauf passt und noch dazu motiviert das Wiegen jede Woche. Aber ich lasse mir Zeit dabei. Es ist wichtig, von dem Maß auszugehen, wo ich jetzt stehe, nicht wo ich früher einmal war. Als nächstes nehme ich mir noch mal fünf Kilogramm vor. Vom Ausdauersport weiß ich, dass man geduldig sein muss.“

Wenn Torte, dann eben weniger

-4,8 Kilo: Teutenbergs Lebensgefährtin Martina Cieslak (61) hat nur gefrühstückt, alle anderen Mahlzeiten durch die Tabs ersetzt, auch fünfmal die Woche trainiert (Geräte und Ausdauer) und ganze 100 Gramm weniger in der Zeit abgenommen als ihr Partner. „Das Frühstück ist für mich wichtig. Weil es die Nährstoff-Tabs jetzt auch mit Geschmack gibt, fällt es mir leichter als früher, das Ganze durchzuhalten.“ Jede Stunde ein Tab, das hat sie nur auf der Arbeitsstelle wegen der Kundenkontakte nicht ganz genau hinbekommen. Ja, und über Ostern geht’s natürlich an die Tortenschlacht bei Muttern. „Dann gibt’s halt nur zwei Stücke statt vier“, sagen beide. Sie sind voll motiviert, weiterzumachen, aber auch nachsichtig mit sich selbst. Und Letzteres, da sind sich alle Teilnehmer einig, ist auch das Wichtigste beim Abnehmen. „Mit Druck schafft man das nicht.“

Abends fast nichts mehr gegessen und mehr trainiert

-3,5 Kilo: Das bestätigt auch Christina Balkenhol (35), die drei Wochen lang mitgemacht hat. Die Nährstofftabs bekam sie nicht runter, aber die Ernährungsumstellung hat es gebracht. „Ich habe abends fast gar nichts mehr gegessen, insgesamt mehr Obst und Gemüse und zweimal die Woche trainiert“, fasst sie zusammen. Motiviert hat sie auch, dass das Geld an die Organisation geht, für die sie sich am liebsten als Ausbilderin engagiert: an die Jugendfeuerwehr. „Ich musste leider aus gesundheitlichen Gründen abbrechen, aber für nächstes Jahr habe ich es mir wieder fest vorgenommen!“

Jutta Tuss betont: „Das ist auch wichtig, dass, wenn man zum Beispiel auch eine Enttäuschung hatte, weil es nicht weiterging oder man weniger Zeit fürs Training hatte, man einfach wieder neu startet.“

Viel Gemüse, Fisch, Quark und gute Fette dazu

-3,7 Kilo : So wie Hertha Kieseheuer, 69, die schon öfter diese Art des Fastens ausprobiert hat. „Mein Mann und ich haben gemeinsam drei Wochen mitgemacht und beide abgenommen“, freut sie sich. Dabei ist für sie vor allem auch das Lebensgefühl das Entscheidende. Und ihre Waage hat neben ein paar Kilos weniger noch etwas angezeigt: dass sie mehr Muskeln aufgebaut hat und fitter ist. Den Preis von 19,90 Euro für 12 Tabs, die für einen Tag reichen und 1000 Kalorien enthalten, sieht sie nicht als hoch an: „Gesunde Ernährung ist genauso teuer. Und so hatte ich ganz viel Freizeit, weil ich ja gar nicht einkaufen oder kochen musste.“ Sie hält ihr Gewicht weiter, weil sie mit ihrem Mann morgens viel Quark mit Obst ist, mittags viel Gemüse mit Fisch oder Fleisch (keine Sättigungsbeilage wie Kartoffeln!) und abends viel Salat mit gutem Öl. „Das musste ich auch noch lernen, dass gute Fette unbedingt dazugehören – Kokosöl zum Braten und Olivenöl an den Salat!“ Ja, und ihren Milchkaffee, den haben sich beide durchgehend gegönnt.

„Jeder hat seinen eigenen Typ von Stoffwechsel“

Bei allen hat es auf jeden Fall eines gebracht: einen Klick im Kopf. Sie wissen, sie können, wenn sie wollen. Sie achten auch vier Wochen nach der Challenge mehr auf ihre Ernährung. Jeder anders, jeder nach seinem Plaisir. Und das hält Jutta Tuss auch für ganz richtig: „Jeder hat seinen eigenen Typ von Stoffwechsel und damit sein eigenes Packende.“

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