Deutscher Wandertag

Abschluss: Die Wanderwelt bedankt sich beim Sauerland

Auch viele „grüne Jacken“, also Helfer, freuen sich auf dem Kahlen Asten über den gelungenen Wandertag.

Auch viele „grüne Jacken“, also Helfer, freuen sich auf dem Kahlen Asten über den gelungenen Wandertag.

Foto: Stefanie Bald

Winterberg/Schmallenberg.  Der Deutsche Wandertag im Sauerland ist vorbei. Zum Abschluss gab es viel Applaus auf dem Kahlen Asten.

Die Wandererwelt sagt „danke und tschüß Winterberg und Schmallenberg“. Sechs Tage lang waren tausende Wanderer aus ganz Deutschland in den beiden Sauerlandstädten zu Gast. Zum Abschluss fanden sich am Montag einige Hundert noch einmal auf dem Kahlen Asten zusammen – in einem Meer aus bunten Softshell-Jacken, denn pünktlich zum Ende des Wandertages zeigte der Berg seine zugig-kühle Seite.

Ein einhelliges dickes Lob und Applaus bekamen von den Grußwort-Sprechern – allen voran Aloys Steppuhn, Vizepräsident des Deutschen Wanderverbandes (DWV) – die vielen „grünen Jacken“. Das sind die rund 400 Helferinnen und Helfer, die unermüdlich im Einsatz gewesen waren und für einen reibungslosen Ablauf gesorgt hatten.

Ein besonderes Dankeschön erhielten die beiden Männer, deren Idee es gewesen war, den Wandertag ins Sauerland zu holen und die seitdem jahrelang dafür gearbeitet hatten: Andreas Freise und Dieter Schmidt. „Es war schön, aber es ist schon so, dass gleich auch ein bisschen Last abfällt“, gab Freise zu.

Dreifaches „Frisch auf!“ für Helfer

Mit der Bilanz sind die Organisatoren sehr zufrieden. Wetter, Angebot, Gästezahl, Stimmung – alles wie gewünscht. „Auch Amtskollege Bernhard Halbe und ich möchten danke sagen“, so Winterbergs Bürgermeister Werner Eickler. „Dem Wanderverband, der uns das Event anvertraut hat, den Teilnehmern und dem Organisationsteam. Allen ein dreifaches Frisch auf!“ Wirklich enden, so SGV-Präsident Thomas Gemke, werde der Wandertag erst am 23. August mit der Helferfete. „Das gehört sich so.“

Nach all dem Lob wurde es ernst: Für die Detmolder hieß es Abschied nehmen vom Wanderwimpel, den sie über mehrere Etappen in den vergangenen Wochen nach Winterberg getragen hatten.

Das schmissige Hermann-Lied, mit dem die Detmolder angekommen waren, wurde denn auch folgerichtig von „Mein Herz schlägt für das Sauerland“ abgelöst.

Jetzt gehört der Wimpel für ein Jahr nach Winterberg und Schmallenberg – welche Stadt ihn wann bekommt, dazu gab es gestern noch unterschiedliche Meinungen.

Wimpel hat ein neues Zuhause

Fest stand aber, dass der Wimpel zunächst ins Winterberger Rathaus weiterzog. Selbstverständlich von einer Wanderergruppe den ganzen Weg getragen, so verlangt es die Tradition. Die Wimpelgruppe aus dem vorletzten Jahr, vom Rennsteig, war ebenfalls zu Gast und übergab ihre Chronik.

Am Rande der Bühne schwelgten derweil die Wanderer in Erinnerungen. „Wir waren auch in der Wimpelgruppe, 1988“, erzählten Irma und Karl Hohmeister stolz. Damals seien sie mit 31 Leuten von Bad Sooden-Allendorf bis nach Bamberg gewandert. „Unsere Tochter war das Wimpelmädchen, das gab es damals noch.“

Zum Schluss wurden die Mitgliedsverbände des DWV aufgerufen: Viele aus allen Ecken der Republik zeigten jubelnd, dass sie dabei gewesen waren. Dann noch die Nationalhymne von den Blechpoeten aus Rüthen – und dann war er tatsächlich vorbei, der Deutsche Wandertag in Winterberg und Schmallenberg.

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