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Alles in Ordnung am Aldi-Parkplatz in Winterberg?

Eine Einbahnstraßenregelung soll in Zukunft dafür sorgen, dass es auf dem Aldi-Parkplatz nicht mehr so schnell eng wird. Im Hintergrund ist die einspurige Rampe zu sehen, die aufs Parkdeck führen wird. Fotos:Stefanie Bald

Eine Einbahnstraßenregelung soll in Zukunft dafür sorgen, dass es auf dem Aldi-Parkplatz nicht mehr so schnell eng wird. Im Hintergrund ist die einspurige Rampe zu sehen, die aufs Parkdeck führen wird. Fotos:Stefanie Bald

Winterberg.   Autofahrer finden Aldi-Parkplatz eng und unübersichtlich. Investor versteht Beschwerden nicht. Der Platz reiche, und bald gebe es Verbesserungen

Autofahrer stellen dem Parkplatz am neuen Aldi-Standort kein gutes Zeugnis aus. Das ist in den vergangenen Monaten immer wieder deutlich geworden – auch in der Stadtpolitik – und zeigte sich gestern auch bei einer kleinen Umfrage vor Ort. „Ich finde es ziemlich kritisch“, sagt Jennifer Himmelreich aus Nordenau, die mit ihrem kleinen Sohn einkauft. „Mehrfach habe ich hier Situationen erlebt, wo es beinahe zu Unfällen gekommen wäre. Schon das Abbiegen auf den Platz ist heikel, weil oft gedrängelt wird.“ Klein, eng und unübersichtlich sei es, findet auch Susanne Beule aus Silbach. „Wenn viel los ist, staut es sich sehr schnell.“

An einem Mittag in der Woche ist der Parkplatz gut gefüllt, von den etwa 40 Stellplätzen sind kaum welche frei. Immer wieder ist zu beobachten, dass die Enge Probleme macht. Wenn es sich z.B. an der Ausfahrt staut, weil Autofahrer nach links auf die viel befahrene Neue Mitte abbiegen wollen, staut es sich auch fast umgehend auf dem Parkplatz selbst. Dort führen Gegenverkehr, Fußgänger und Rangieren oft dazu, dass Autos warten müssen und die Zu- und Ausfahrt verstopfen.

Einbahnstraße geplant

Seit Kurzem sind einige neue Parkplätze an der Seite Richtung Am Hagenblech freigegeben worden, ansonsten hat sich wenig getan. Man sei in Gesprächen mit dem Investor, teilt das Rathaus auf Anfrage mit. Einen neuen Kenntnisstand gebe es noch nicht zu verkünden. „Wir versuchen, eine Lösung zu finden“, sagt Pressesprecherin Rabea Kappen. „Allerdings handelt es sich um ein Privatgelände.“

Investor ist das Ehepaar Köster-Saure, das auch den Bürgerbahnhof umgesetzt hat. Die WP erreichte die beiden am Mittwoch (16.4.) telefonisch. Karl-Ulrich Saure findet die Darstellung der Probleme vor Ort weit übertrieben. Im Winter könne man eben nicht bauen. Aber vier Wochen nach Ostern werde die Sache anders aussehen. Dann seien das Parkdeck und die Rampe dorthin fertig und es gelte – Zustimmung der Stadt vorausgesetzt – auf dem Parkplatz eine Einbahnstraßenregelung. Zu eng sei es dort aber ohnehin nicht. „5,50 Meter Fahrbahnbreite reichen, um aneinander vorbei zu fahren.“

Zweite Zufahrt keine Option

Apropos Rampe zum Parkdeck: Weil sie nur breit genug für ein Fahrzeug ist, wird eine Ampel aufgestellt. Wie sich diese auf den Verkehr auswirken wird, wird man sehen müssen – viel Platz für wartende Fahrzeuge ist zumindest unten nicht.

„Es staut sich schnell, auch an der Einmündung zur Bahnhofsstraße“, meint Steffen Deimel aus der Kernstadt. „Vielleicht wäre es besser gewesen, eine Zufahrt aus der anderen Richtung zu schaffen?“ Das wäre die Straße Am Hagenblech. Dieselbe Idee war auch schon von der CDU im Bauausschuss geäußert geworden. „Der Bebauungsplan sieht eine Ausfahrt nur zur Neuen Mitte vor“, sagt Saure. „Wegen der Wohnbebauung Am Hagenblech wäre das aber ohnehin nicht glücklich.“

Schon jetzt gebe es mehr Parkplätze, als mindestens vorgeschrieben seien – ohne die 36, die auf dem Parkdeck entstehen. Man müsse auch bedenken, dass die Fahrzeuge der Handwerker und Mitarbeiter Plätze blockierten. Das werde mit dem Abschluss der Arbeiten bzw. der Fertigstellung der Mitarbeiterparkplätze unter der Rampe anders.

Für manche Probleme seien die Autofahrer durch ihre Bequemlichkeit ohnehin selbst verantwortlich, weil alle am liebsten unmittelbar vor dem Geschäft parkten und sogar die Zu- und Ausfahrt in verkehrte Richtung passierten. Tatsächlich kommt genau das während des WP-Besuchs mehrfach vor, allerdings weist auch kein Schild auf die vorgeschriebene Fahrtrichtung hin. „Die Schilder gab es, aber die wurden schon zweimal geklaut“, beklagt Investor Saure, der sich absolut zu Unrecht kritisiert sieht. „Man sollte mich erstmal fertig machen lassen und dann meckern.“

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