„Unser Dorf“

Alme punktet mit vielen Projekten zum Motto „Gestalten und Erhalten“

Unser Dorf hat Zukunft - Kommission für den Landeswettbewerb in Alme.

Unser Dorf hat Zukunft - Kommission für den Landeswettbewerb in Alme.

Foto: WP

Alme.   „Gestalten und erhalten“ , dieses Motto hatten sich die Almer schon vor Jahren auf ihre Fahne (oder auch das Dorfwappen mit der Graugans) geschrieben und kontinuierlich darauf aufgebaut.

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Jetzt konnten sie hochkarätigem Besuch zeigen, was so alles passiert ist. Sie fingen bei ihrem Naherholungsgebiet am Entenstall an, fuhren an gut gepflegten Blumenkästen vorbei in Richtung Almequellen und endeten an den Schmuckstücken Kunstrasenplatz und Badcelona. An allen Stellen sind unzählige Stunden Arbeit ins Gestalten geflossen und werden fürs Erhalten eingebracht.

„Man muss dran bleiben“, pflegt Landrat Dr. Karl Schneider den Dörfern, die es noch nicht ganz geschafft haben, immer mit auf den Weg zu geben. In Alme war er bei der Bereisung ebenso mit dabei, wie Bürgermeister Franz Schrewe, der einen Blick in die Historie des Dorfes warf. Einen kurzen Abriss, das versteht sich von selbst, denn Alme wollte ja möglichst viel der 17-köpfigen Expertenkommission präsentieren. Da sind zwei Stunden doch ein ziemlich enger Zeitrahmen und so waren die Dorf-Verantwortlichen, moderiert von Caspar Lahme, doch eilig unterwegs.

Unter der Federführung von Lahme, Ortsvorsteher Willi Harding und Ratsmitglied Ludger Böddeker war Alme gut auf diese vielleicht einmalige Chance vorbereitet und überließ nichts dem Zufall. Was nicht an Ort und Stelle, bei der Rundfahrt mit dem Bus oder der kleinen Tour mit der Almetalbahn angesprochen werden konnte, wurde zum Abschluss in der Gemeindehalle bei Kaffee und Kuchen und einem leckeren geräucherten Forellenhappen aus der Alme vorgestellt oder vertieft. Besonders stehen sechs Aspekte für die Bewertung der Dörfer im Vordergrund und hier hat Alme in jedem Punkt etwas zu bieten, wie es eindrucksvoll bewies.

Konzeption und Umsetzung

Kunstrasenplatz, Entenstall, Badcelona, Park vor der Schule - alles wurde in den letzten zehn Jahren nach Konzept umgesetzt. Böddeker: „Vom Insektenhotel bis zu den Infotafeln hat der Verkehrsverein das Tor zur Waldroute vor der Schule mit Hilfe von Sponsoren und ohne öffentliche Mittel gebaut.“

Soziales und kulturelles Leben

„Da ist Musik drin“, bewiesen Aktive des Musikvereins Alme und die Jagdhornbläser. Käthe Pingel spielte plattdeutsches Theater. Auf dem Sportplatz traf die G-Jugend, im Badcelona spritzte das Wasser wegen der vielen tobenden Besucher.

Baugestaltung & Entwicklung

Die alte Papierfabrik wird als Lagerstätte genutzt, im Schaufenster der ehemaligen Bäckerei wirbt das Badcelona um Sponsoren und stolz ist das Dorf auf seine Blumendeele, wo heimisches Kunsthandwerk verkauft wird. Lahme: „Und die 1800 Einwohner halten wir als Zahl schon auf einer langen Strecke.“

Wirtschaftliche Entwicklung

Rund 200 Arbeitsplätze - Selbstständige und Angestellte gibt’s, von der Lehrerin bis zum Landwirt. Der Verein „Die Freischwimmer“ ist die eindrucksvollste Initiative zum Erhalt des Freibades (incl. der Fernwärme, die bald genutzt weden soll).

Grüngestaltung

Da hat Alme, u.a. mit seiner Mühle, Entenstall-Gelände und dem Schloss, ordentlich was zu zeigen.

Dorf in der Landschaft

Ein paar der 330 Kühe im Dorf sagen am Ortsausgang dem Autofahrer gen Nehden „Tschüss“. Wenn das mal keine Landschaftsidylle ist!

Ob die Jury überzeugt ist? Das entscheidet sich erst am Sonntag, 9. September, im Haus Düsse. Bis dahin stehen noch acht Reisetage und 22 Orte auf dem Programm.

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