Stadtentwicklung

Anfangs umstrittener Gießer am Kreisverkehr in Olsberg steht

Die Gießer-Skulptur am Kreisverkehr in Olsberg wurde aufgestellt. Sie ist 1,5 Tonnen schwer.  

Die Gießer-Skulptur am Kreisverkehr in Olsberg wurde aufgestellt. Sie ist 1,5 Tonnen schwer.  

Foto: Joachim Aue

Olsberg.   Die zunächst umstrittene Gießer-Skulptur am Kreisverkehr Hüttenstraße/Bahnhofstraße in Olsberg steht. Politiker hatten sich übergangen gefühlt.

Die Grauguss-Figur wurde gesponsert von der Firma Olsberg. Sie wurde am Dienstagmorgen aufgestellt – pünktlich zum Tag der Arbeit am Mittwoch. Die Figur ist etwa zwei Meter hoch, bei einem Kreisverkehr-Durchmesser von rund sieben Metern. Die Firma Olsberg stellte das 1,5 Tonnen schwere Werk selbst auf. Die Stadt musste für das Fundament sorgen. Um das Kunstwerk hatte es zunächst politischen Streit gegeben.

Duplikat vom Verwaltungsgebäude der Firma Olsberg

Die Skulptur, die mittlerweilevielfach liebevoll „Gießbert“ genannt wird, steht auf einem rund 50 Zentimeter hohen Sockel. Bei der Statue handelt es sich um ein Duplikat. Einige hundert Meter entfernt von der jetzt aufgestellten Figur steht vor dem Verwaltungsgebäude der Firma Olsberg ebenfalls ein „Gießer“. Die Skulptur im Kreisel hat einen anthrazitfarbenen Anstrich und soll künftig beleuchtet werden.

Weshalb die Figur politisch umstritten war

Als im November 2018 Bilder von der Skulptur in Olsberg die Runde machten, kam von einigen Politikern Kritik auf. Auch CDU-Politiker hatten sich vom Bürgermeister übergangen gefühlt und ihm einen Alleingang vorgeworfen. Bürgermeister Wolfgang Fischer entschuldigte sich daraufhin in einem Ausschuss und räumte Informations-Defizite ein.

Rat schließlich mit Mehrheit für die Skulptur

Die Firma Olsberg hatte im Jahr 2015 durch ihren damaligen Geschäftsführer Ralf Kersting den Bürgermeister angeschrieben. Die Frage: Ob man für den geplanten Kreisel nicht ein „künstlerisches Guss-Stück“ -- gesponsert von der Firma – vorsehen wolle. Fischer hatte damals nach eigener Aussage zugesagt, die Idee in die politische Beratungen einzubringen und dies – wie er in einem in seiner Entschuldigung sagte – in der Baukommission auch mal am Rande erwähnt. In den Protokollen der vergangenen Jahre sei über diesen Diskussionspunkt allerdings nichts zu finden gewesen, so Fischer gegenüber Mitgliedern des Bauauschusses Ende November 2018.

Die politische Verstimmung legte sich recht bald. Im Februar dieses Jahres stimmten die Mitglieder des Rates bei 20 Ja- und 7 Nein-Stimmen sowie einer Enthaltung dafür, die Figur am Kreisverkehr in Richtung Hüttenstraße aufstellen zu lassen.

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