Rechtsstreit

Arbeitsstreit am Krankenhaus – Ärztin kommt nicht zur Arbeit

Das Krankenhaus Brilon und eine

Das Krankenhaus Brilon und eine

Foto: dpa

Brilon.   Die mit zwei Ärzten entlassene Assistenzärztin ist nicht zur Arbeit am Maria-Hilf Brilon erschienen. Die Klinik sei mit dem Gehalt in Verzug.

Die im Juni gemeinsam mit zwei weiteren Ärzten entlassene Assistenzärztin G. ist am Montag nicht zur Arbeit am Briloner Maria-Hilf-Krankenhaus erschienen.

Wie ihr Anwalt Eckhard Schulze (Korbach) sagte, mache seine Mandantin von dem sogenannten Zurückbehaltungsrecht gemäß § 273 des Bürgerlichen Gesetzbuches Gebrauch.

Anwalt: Krankenhaus ist mit Gehaltszahlungen in Verzug

Dessen erster Absatz lautet: „Hat der Schuldner aus demselben rechtlichen Verhältnis, auf dem seine Verpflichtung beruht, einen fälligen Anspruch gegen den Gläubiger, so kann er, sofern nicht aus dem Schuldverhältnis sich ein anderes ergibt, die geschuldete Leistung verweigern, bis die ihm gebührende Leistung bewirkt wird.“

Wie der Anwalt weiter sagte, stelle seine Mandantin ihre Arbeitskraft nicht zur Verfügung, weil das Krankenhaus seit 1. Juli mit der Gehaltszahlung in Verzug sei.

Klinik nimmt Kündigung zurück

Wie berichtet, hatte in dem Kammertermin vor dem Arbeitsgericht am Freitagnachmittag die Geschäftsführerin des Briloner Krankenhauses, Sonja Drumm, für alle Anwesenden überraschend die Kündigung der Assistenzärztin zurückgenommen.

Die Ärztin war gemeinsam mit ihrem als Oberarzt eingestellten Gatten und dem neu eingestellten weiteren Chefarzt der Gynäkologie nach diversen Unstimmigkeiten noch vor ihrem Dienstantritt wieder entlassen worden.

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