Obermarsberg. Großeinsatz für mehr als 120 Rettungskräfte. In der Nacht zum 6. Dezember fällt im Rennufer ein Wohnhaus den Flammen zum Opfer

Großeinsatz für über 120 Rettungskräfte. In der Nacht zum 6. Dezember fiel im Rennufer (Obermarsberg) ein Wohnhaus den Flammen zum Opfer: Ein anfänglicher Garagenbrand griff auf das direkt angrenzende Haus über, teilt die Feuerwehr in einer Pressemitteilung mit. Verletzt wurde niemand, ein Übergreifen auf weitere andere Gebäude konnte verhindert werden. Das betroffene Haus ist jedoch nicht mehr bewohnbar. Zeitweise mehr als 120 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, DRK,, Technischem Hilfswerk und Polizei waren bis in die Mittagsstunden vor Ort. Gegen 3.15 Uhr gab es den ersten Einsatzalarm für die Einheiten aus Obermarsberg, Marsberg und Erlinghausen sowie für einen Rettungswagen aus Marsberg. Dieser meldete bei Ersteintreffen bereits eine in Vollbrand stehende Garage mit Gefahr des Übergreifens auf andere Gebäude. Die Bewohner hatten sich zu diesem Zeitpunkt bereits aus dem Haus gerettet.

Bei Eintreffen der ersten Feuerwehrleute hatte das Feuer bereits auf den Dachstuhl des direkt angebauten Wohnhauses übergegriffen.
Bei Eintreffen der ersten Feuerwehrleute hatte das Feuer bereits auf den Dachstuhl des direkt angebauten Wohnhauses übergegriffen. © FW Marsberg | FW Marsberg

Dachstuhl brennt lichterloh

Bei Eintreffen der ersten Feuerwehrleute hatte das Feuer bereits auf den Dachstuhl des direkt angebauten Wohnhauses übergegriffen, ebenso drohte es auf das Nachbargebäude überzugreifen. Dank eines schnellen Löschangriffs konnte das Übergreifen auf das Nachbargebäude verhindert werden. Das direkt angrenzende Wohnhaus konnte nicht mehr geschützt worden, der der Dachstuhl war bereits in Brand geraten.

Einsatzleiter Michael Hüwel ließ daraufhin weitere Kräfte nachfordern, die Löschgruppen aus Heddinghausen, Giershagen und Essentho wurden alarmiert, ebenso die Führungsunterstützung, die Fachgruppe Drohne, die Drehleiter aus Brilon und weitere Einheiten des Rettungsdienstes. Auch die Kreisschirrmeisterei rückte mit Atemschutzgeräten, Ersatzkleidung für Atemschutzträger und neuem Schlauchmaterial an.

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr wurden in verschiedenen Abschnitten eingesetzt, unter anderem zur Brandbekämpfung in der Garage, zur Brandbekämpfung des Wohnhauses, zum Schutz des Nachbargebäudes sowie zur Wasserversorgung. Der Rettungsdienste untersuchte vorsorglich zehn Betroffene (Hausbewohner und Nachbarn) auf Rauchgasvergiftung. Bei dem Einsatz wurde, laut Feuerwehr, niemand verletzt. Die Hauseigentümer mussten von der Notfallseelsorge betreut werden.

Drohne kommt zum Einsatz

Mehrere Trupps wurden zur Brandbekämpfung unter Atemschutz eingesetzt. Am Rennufer nahe der Kindertagesstätte wurde ein Bereitstellungsraum eingerichtet. Ein weiterer Einsatzabschnitt „Hygiene“ kümmerte sich um die Einsatzkräfte, die unter Atemschutz eingesetzt wurden. Diese konnten nach einer Grobreinigung ihre verschmutzte Einsatzkleidung ablegen und erhielten saubere Wechsekleidung. Insgesamt 16 Trupps gingen unter Atemschutz vor. Nachdem das Feuer unter Kontrolle gebracht war, wurden Nachlöscharbeiten eingeleitet und der Dachstuhl sowie die Hausfassade auf weitere Glutnester kontrolliert. Dazu musste über die Drehleiter die Dachhaut des Hauses entfernt werden und nachgelöscht werden.

Die Wärmebilder der Drohne lieferten hierbei Erkenntnisse über Glutnester in Dachstuhl und Fassade. Über das Technische Hilfswerk wurde ein Fachberater Bau und eine Statikerin zur Einsatzstelle geschickt, um das Gebäude auf Einsturzrisiken hin abzuschätzen und eventuell abzustützen. Gegen 8.30 Uhr konnten alle Einheiten bis auf die Löschgruppe Obermarsberg abrücken, die bis zum späten Vormittag noch vor Ort blieb. Die Kriminalpolizei ermittelt zur Brandursache.

Durch den Bauhof wurde das Grundstück mit Bauzäunen abgesperrt.

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